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Thema Analsex

Frage: Wir lesen Ihre Tips im Internet mit großem Interesse. Da meine Frau und auch ich sehr große Klistierfans sind, haben wir die Tips, die sie Werner gegeben haben, aufmerksam gelesen. Wir hätten da aber auch ein paar Fragen zu. Haben Sie schon mal versucht ein Klistier oder einen 1-Liter-Einlauf 10 bis 20 Minuten oder gar eine Stunde zu halten? Wir halten dies für unmöglich, da der Druck im Darm nach 5 bis allerhöchstens 10 Minuten so groß wird, daß man sich danach entleeren muß. Oder gibt es eine gewisse Technik, die wir nicht kennen?

Auch haben wir in Büchern von verschiedenen Rezepten wie Milch, Honig, Bohnenkraut, Rosen, Rosmarin, Majoran, Kamille und sogar Rotweinklistieren gelesen. Sie aber raten von solchen Experimenten wegen Infektionen oder gar Vergiftungserscheinungen ab. Für weitere Informationen wären wir sehr dankbar.
Vielen Dank, Willi und Anke

Antwort: Hallo Anke und Willi! Generell sollte Sex ja vor allem Spaß machen und nicht in Leistungssport ausarten. Und gerade bei Klistierspielen sollte man auf die Signale des Körpers achten und nichts übertreiben. Es gibt immer wieder Menschen, die durch ihre Konstitution und eifriges Training "Rekorde" erreichen und etwa 1 Liter Einlauf 30 Minuten halten, aber man muß ihnen nicht unbedingt nacheifern. Wenn man einen Einlauf in Körpertemperatur sehr langsam einfüllt, dabei auf der linke Seite liegt und das obere Bein anwinkelt, kann man durch die so erreichte Entspannung die Haltezeiten verlängern, ohne daß es zu Krämpfen oder anderen unangenehmen Nebenwirkungen kommt.

Spezialisten schaffen Haltezeiten bis zu einer Stunde. Auch von Mengen bis zu vier Litern wird berichtet (allerdings bei wesentlich kürzeren Haltezeiten). Aber da erreicht man das obere Limit des physiologisch Machbaren, was in der Regel mehr Risiko als Fun beinhaltet. Für den Hausgebrauch gilt: Der Spaß sollte im Vordergrund stehen und Steigerungen sollten Schritt für Schritt nur sehr langsam ausprobiert werden. Limits sind zu akzeptieren und nicht mit Gewalt zu überwinden.

Was nun die Flüssigkeit betrifft, so ist Wasser mit etwas Kochsalz ideal. Milch, Joghurt, Honig und andere Lebensmittel, die Zucker enthalten, können Pilze in den Darm hineintragen, die schlimmstenfalls auch auf die Vagina übersiedeln. Es kann Monate dauern, bis eine solche juckende Pilzinfektion überwunden ist. Das ist also wirklich keine gute Idee. Kräutertees (z.B. Kamillentee) sind da schon eher bekömmlich, allerdings sollten sie nicht zu heiß sein. Außerdem sollte man sie keinem Allergiker verabreichen. Alkoholeinläufe sind sehr umstritten, da über den Darm der Alkohol quasi ungefiltert ins Blut gelangt. Ein Glas Wein anal aufgenommen, entspricht etwa dem Trinken von anderthalb Flaschen Wein binnen weniger Minuten. Hier kann man also schnell eine Alkoholvergiftung bekommen. Wer unbedingt Alkohol im Einlauf braucht, sollte den Rotwein mit mindestens 4mal so viel Wasser mischen. Im "Eifer des Gefechts" kann es schnell passieren, daß man bei solchen Experimenten zu leichtsinnig wird. Falls Ihr also wirklich in diese Richtung experimentieren wollt, solltet Ihr Euch im Vorfeld gründlich informieren und stets ganz langsam vorgehen.


Frage: Ich frage mich oft, ob mein Mann auf dezente anale Stimulation stehen würde. Nichts großartiges, aber vielleicht ein wenig mit dem Finger und so. Er hat es nie vorgeschlagen, aber ich weiß, daß viele Männer es mögen. Ich finde die Vorstellung nur leider selbst eklig. Er ist schon anal in mich eingedrungen, was okay war, aber ich selbst stehe gar nicht auf die Vorstellung seines Anus'. Ich könnte es mir aber mit Handschuh oder so vorstellen. Was gibt es da für Möglichkeiten, haben Sie da vielleicht ein paar Vorschläge?
Cora

Antwort: Hallo Cora. Den Zwiespalt, den Du beschreibst, kennen viele Menschen: Einerseits versprechen anale Spiele eine besondere Art von Erregung und Befriedigung - andererseits ist die Annäherung an den Analbereich aber doch mit einigen Hemmschwellen und Ekelgefühlen behaftet. Letztlich muß jeder Mensch und jedes Paar individuell entscheiden, ob das Interesse oder die Abneigung stärker ausgeprägt sind.

Um das zu klären ist es günstig, sich im wahrsten Sinne des Wortes behutsam vorzutasten. Damit Hygiene-Bedenken ausgeschaltet sind, solltet Ihr anale Spiele nur dann anfangen, wenn Ihr Euch vorher geduscht oder gebadet habt. Zudem ist es günstig, einen Zeitpunkt zu wählen, an dem der Darm entleert ist und keine Verdauungsbeschwerden vorliegen. Hier ist also auf die jeweilige Tagesform Rücksicht zu nehmen. Überrumpelungs-Versuche sind nicht angesagt - Du solltest schon im Vorfeld mit Deinem Mann besprechen, wie er dazu steht, von Dir anal stimuliert zu werden. Vielleicht hat er grundsätzlich etwas dagegen, dann ist das Thema sowieso vom Tisch. Vielleicht ist er aber auch interessiert. Oder er ist zu Unrecht besorgt, anales Interesse von seiner Seite könnte seine Männlichkeit oder Heterosexualität ankratzen. Dann mußt Du ihm verdeutlichen, daß er in Deinen Augen nicht plötzlich "schwul" wird, bloß weil Du ihn anal massierst oder penetrierst.

Falls er also bereit dazu ist, könntest Du eine rein äußerliche Analmassage in Euer Liebesspiel einbauen. In der Missionarstellung z.B. hast Du guten Zugriff auf seinen Analbereich. Falls es auch zur Penetration kommen soll, sind Latex-Handschuhe wirklich eine gute Idee. (Achte auch darauf, daß Deine Fingernägel nicht zu lang sind, sonst besteht Verletzungsgefahr.). Aber Du kannst auch einen Analdildo einsetzen, wenn Du Dir selbst "die Finger nicht schmutzig machen willst". Dabei ist in der Praxis ohnehin nicht mit allzu großem "Schmutz" zu rechnen. Während sich Analmassage gut mit Geschlechtsverkehr kombinieren läßt, solltest Du (insbesondere am Anfang) anale Penetrationsversuche vielleicht lieber so anlegen, daß Ihr Euch beide völlig auf diese Aktion konzentrieren könnt und erstmal nicht abgelenkt seid. Viel Spaß!


Frage: Mein Mann und ich machen gerne Analverkehr. Generell klappt das alles ganz gut, aber ich wüßte gerne, ob es einen Vorteil gibt, wenn man Anal-Gleitmittel benutzt. Was ist der Unterschied, und ist es wirklich besser?
Vielen Dank, Ihre Carmen

Antwort: Hallo Carmen! Viele Männer und Frauen stehen Analsex skeptisch gegenüber, unter anderem, weil sie Angst vor Schmerzen haben. Tatsächlich muß man ja beim Analsex sehr sanft vorgehen, damit es nicht zu Verletzungen kommt. Gleitgel ist dabei eine gute Hilfe, um alles geschmeidig zu halten. Im Unterschied zur Vagina produziert der Darm selbst keine Gleitflüssigkeit, so daß man eben künstlich nachhilft. Abgesehen von dem rein körperlichen Effekt kann die Verwendung von Gleitgel auch psychologisch beruhigend wirken und die Angst vor Analsex abbauen. Man muß sich gut entspannen und langsam vorgehen. Wenn keine Kondome notwendig sind, liefert der Penis bereits vor der Ejakulation seine Lusttropfen als natürliches Gleitgel mit. Falls aufgrund eines HIV-Risikos Kondome notwendig sind, so können feucht beschichtete Kondome (am besten spezielle Analkondome) für Gleitfähigkeit sorgen.

Ob Dir und Euch Analsex mit zusätzlichem Gleitgel mehr Spaß macht, solltet Ihr einfach ausprobieren. Günstig ist ein Anal-Gleitmittel, daß nicht stark parfümiert ist (sonst kann es zu Allergien und Reizungen kommen). Empfehlenswert ist es außerdem, darauf zu achten, daß das Gel nicht allzu dünnflüssig ausfällt (sonst muß man ständig neues auftragen). Manche Menschen mögen es, beim Sex mit allen verfügbaren Körpersäften und zudem noch mit Gleitgel und Körperöl "herumzusauen", andere finden ein Zuviel als Flüssigkeit und Glitschigkeit eher nicht so anmachend. Das ist wirklich reine Geschmackssache. Viel Spaß beim Ausprobieren.


Frage: Meine Partnerin und ich möchten gerne mal etwas neues ausprobieren! Wir sind zu dem Schluß gekommen, daß wir es mal mit "Analsex" probieren wollen. Wir haben aber gar keine Ahnung "Was?-Wie?-Wo?" zu beachten ist. Ich hoffe, Sie können uns da etwas weiterhelfen.
Vielen Dank!
Gruß, Majo

Antwort: Hallo Majo. Zum Glück ist Analsex auch für "Einsteiger" nicht allzu kompliziert. Ihr solltet Euch zunächst einmal langsam der Analerotik nähern: Für zarte Behandlung mit dem Finger und der Zunge sind der Anus und das umliegende Gebiet sehr empfänglich. Allerdings sollte man darauf achten, in der richtigen seelischen und körperlichen Verfassung zu sein, bei Durchfall, Blähungen oder Verstopfung ist Analsex eher nicht so angesagt. Ansonsten reicht es in punkto Hygiene völlig, wenn man sich vorher duscht oder badet. Da der Analbereich ein Tabubereich ist, muß man anfangs manchmal ein paar Hemmungen, Ekel- oder Schamschwellen überwinden. Macht Euch klar, daß die Welt nicht untergeht, falls mal ein Krümelchen Kot zutage tritt. Beim Eindringen in den Anus solltest Du auf jeden Fall mit einem Finger oder einem kleinen Analdildo beginnen und viel Gleitgel verwenden. Nie gegen den Widerstand drücken, sondern immer warten, bis sich der Ringmuskel von selbst entspannt, andernfalls kann es höllisch wehtun.

Wichtig ist bei analer Penetration grundsätzlich eine gute Kommunikation, d.h. Deine Freundin sollte Dir immer genau sagen, ob alles okay geht und Du solltest ganz besonders gut auf ihre Reaktionen achten. Was Positionen angeht, so klappt es auf dem Bauch liegend (am besten mit Kissen unter dem Becken), kniend und stehend vornübergebeugt. Wichtig ist es, eine Stellung zu wählen, in der Deine Freundin sich gut entspannen kann. Kniend oder stehend hat den Vorteil, daß Deine oder ihre Hand gleichzeitig ihren Kitzler stimulieren kann. Darmbakterien sollten nicht in die Vagina gelangen, also Finger, Penis, Dildo usw. immer erst gründlich waschen und nie direkt vom Anus in die Vagina wechseln.

Das HIV-Übertragungsrisiko ist bei Analsex leider sehr groß. Normale Kondome können beim Analsex reißen, also lieber spezielle Analkondome und eben viel Gleitgel verwenden. Bedenkt auch, daß Analsex wie jede andere sexuelle Spielart Geschmachssache ist. Vielleicht findet Ihr es toll, vielleicht ist es für Euch auch nicht so der Hit. Falls sich in der Praxis herausstellt, daß es Deiner Freundin doch keinen Spaß macht oder gar trotz aller Vorsicht ständig Schmerzen auftreten, dann denkt Euch lieber was anderes aus.


Frage: Ich möchte wissen, ob häufige Klistiere oder Einläufe gefährlich für die Gesundheit sind, und kann man bedenkenlos Ballondüsen tief in den Darm schieben, ohne Schleimhäute oder Prostata zu gefährden?
Werner

Antwort: Hallo Werner! Achte bei allem, was Du Dir in den Darm schiebst darauf, daß es keine scharfen Ecken und Kanten hat. Ein kaputtes Darmrohr sollte also bespielsweise nicht mehr zum Einsatz kommen. Ansonsten gilt bei allen analen Spielen: Sehr langsam ein- und vordringen und viel Gleitgel verwenden, das Wasser dann langsam einfüllen. Nichts übertreiben! Die Schleimhaut im Rektum ist weder schmerz- noch temperaturempfindlich, so daß man sich übel verletzen kann, ohne es gleich zu bemerken. Vorteilhaft ist ein Gleitgel, daß nicht allzu wässrig, sondern eher etwas zähflüssig ist, sonst muß man dauernd nachschmieren. Wichtig ist es auch, auf die Wassertemperatur zu achten: Das zum Einlauf verwendete Wasser sollte lauwarm bzw. körperwarm sein. Zu heißes Wasser kann Verbrennungen verursachen und zu kaltes Wasser erzeugt schmerzhafte Krämpfe.

Achte bei Einlauf-Spielen generell auf Warnsignale wie Krämpfe, Übelkeit oder Schwindel. Überfordere Dich nicht, sondern gehe vorsichtig und umsichtig vor. Einen halben Liter Wasser kann man im allgemeinen gut verkraften, bei zwei Litern liegt die Obergrenze. Die Belastung hängt natürlich auch davon ab, wie lange man den Einlauf hält. 10-20 Minuten sind für den Anfang realistisch, dann kann man auch bis auf eine Stunde steigern. Zu beachten ist, daß bei häufigen und langen Wasser-Einläufen dem Körper Salz entzogen wird. Man sollte dann etwas Salz in den Einlauf geben (9g pro 1 Liter Wasser ergibt eine isotonische Kochsalzlösung). Von Experimenten mit anderen Flüssigkeiten ist abzuraten, da man sich leicht Infektionen oder auch Vergiftungen holen kann. Sollte trotz aller Vorsicht bei Einlauf-Spielen doch etwas schiefgehen, dann ist nur zu empfehlen, rasch einen Urologen aufzusuchen und die Sache nicht aus falscher Scham zu verschleppen. Aber soweit muß es ja nicht kommen. Also weiterhin viel Spaß!


Frage: Ich bin 22 Jahre jung und bin heterosexuell, also nicht schwul.
Meine Frage an Sie ist folgende: Ich habe schon viele Male versucht, mich anal zu stimulieren und habe es bisher nie geschafft, irgendwelche Reize wahrzunehmen. Ich habe verschiedene Gerätschaften ausprobiert und nie etwas gespürt, außer die Gerätschaft in meinem Popo (z.B. Anfangsstück eines Besens mit einem Kondom geschützt wegen der Verletzungen, mit einem Durchmesser von ca. 3 cm). Wie kann ich es schaffen, anal einen Orgasmus zu erlangen?
Mit freundlichem Gruß,
Michael

Antwort: Hallo Michael! Bei allen Männern und Frauen ist der Anus sehr reizempfindlich - das ist anatomisch bedingt und hat mit der sexuellen Orientierung überhaupt nichts zu tun. Es ist eher eine Frage der sexuellen Vorerfahrung und persönlichen Vorliebe, ob man anale Spiele in das eigene Sexleben einbauen möchte oder nicht. Auf jeden Fall kann es nichts schaden, neugierig und experimentierfreudig zu sein. Gerade wenn Du beim Solosex - also für Dich allein - Neues ausprobierst, hast Du ja völlig freie Hand. Wichtig ist nur, daß Du Dich dabei nicht durch unüberlegte Aktionen verletzt. Ich würde deswegen davon abraten, unhandliche Haushaltsgegenstände zweckentfremdet einzusetzen. Es gibt spezielle Analdildos (auch "Butt Plugs" genannt), die aus angenehm flexiblem Material gefertigt werden und in verschiedenen, anatomisch angepassten Formen vorliegen. Typischerweise haben Analdildos ein verbreitertes Ende, was verhindert, daß sie im Darm verschwinden. Du kannst aber für zusätzlichen Kitzel auch auf einen Analvibrator oder auf Analkugeln zurückgreifen - das sind ganz normale Sextoys, die für Heteros und Homos und für Frauen und Männer gleichermaßen gut geeignet sind. In jedem Fall solltest Du das Spielzeug sauber halten, stets viel Gleitgel verwenden und behutsam vorgehen.

Hektik ist bei Analerotik nicht angesagt, denn der Schließmuskel braucht seine Zeit, um sich zu entspannen. Manche Leute mögen es, vorher einen Einlauf zu machen oder zumindest heiß zu baden, um die Entspannung vorzubereiten. Ob Du allein durch anale Penetration zum Orgasmus kommen kannst, ist fraglich. Bei manchen Männern und Frauen klappt es, andere brauchen aber zusätzlich genitale Stimulation. Probiere unterschiedliche Penetrationswinkel, Positionen und Bewegungsrhytmen aus, um Deine Prostata gut zu stimulieren. Du kannst dabei auch gleichzeitig wie gewohnt masturbieren. Aber sei bei alledem nicht zu verkrampft und leistungsorientiert. Zu einer geschickten körperlichen Stimulation gehören immer auch die richtigen Bilder im Kopf und das entsprechende Feeling, um zum Höhepunkt kommen. Laß Deiner Phantasie freien Lauf und nutze vielleicht auch entsprechende Fotos, Texte oder Filme, um Dich in Stimmung zu bringen. Viel Spaß!


Frage: Meine Frage lautet dahingehend, daß ich gerne Analverkehr haben möchte. Ich habe nun gehört, daß man vorher ein paar Vorbereitungen treffen muß. Es war die Rede von Darmspülungen etc. Mir erscheint es auch durchaus sinnvoll, hygienische Maßnahmen zu treffen. Nur welche, mit welchen Mitteln und wie funktioniert das ...? Auch würde ich gerne erfahren, wie das für meine Partnerin am besten und lustvollsten ist. Ich hoffe, Sie können mir helfen ... vielen Dank.
Gruß,
Andi

Antwort: Die wichtigsten Vorkehrungen für Analsex bestehen darin, daß man sich Zeit läßt und sehr entspannt ist, viel miteinander kommuniziert und sehr behutsam vorgeht, daß man sehr viel Gleitgel verwendet und - sofern notwendig - sich auch vor einer HIV-Infektion schützt. Was Hygiene betrifft, so reicht gründliches Duschen oder Baden vollkommen aus. Die empfangende Seite wird sich auch nur dann aufnahmebereit fühlen, wenn der Darm einigermaßen entleert ist und nicht gerade Verstopfung vorliegt. Darmspülungen sind im Prinzip nicht nötig. Es ist Geschmackssache, ob man sich vorher eine Spülung oder einen Einlauf machen will. Manche schätzen dieses zusätzliche Reinigungsritual, andere lieben einfach das Gefühl von Wasserdruck in sich, manche spielen gemeinsam mit der Analdusche, wieder andere wollen sich nicht zu lange bei Vorkehrungen aufhalten und lieber gleich zur Sache kommen.

Die Möglichkeit, daß beim Analsex ein wenig Kot am Finger, am Dildo oder am Penis hängenbleibt, besteht immer - da kann man noch so viel spülen. Wichtig ist es deswegen, daß Analsex in vertrauensvoller Atmosphäre stattfindet und alle Beteiligten mit den natürlichen Vorgängen vertraut sind, ohne daß übermäßige Schamgefühle oder Ängste aufkommen. An einem Krümelchen Kot ist noch niemand gestorben. Kein Grund also, sich davon anale Freuden vermiesen zu lassen. Wie es für Deine Partnerin am lustvollsten ist (und ob sie überhaupt auf Analsex steht), kannst Du nur von ihr selbst erfahren. Vor und während des Analsex ist viel Kommunikation wichtig, um sich genau aufeinander einzustimmen, denn der Anus ist sehr schmerzempfindlich und ein zu schnelles oder zu heftiges "Vorpreschen" tut halt arg weh. Sehr schön wird es von der passiven Seite meist empfunden, wenn anale Spiele sanft mit der Zunge und/oder dem Finger eingeleitet werden oder sich auch darauf beschränken. Es lohnt auch, sich auf eine individuell bequem empfundene Stellung im Liegen, Knien oder Stehen zu einigen. Durch lustvolle Gespräche, vielleicht auch Filme und Bücher könnt Ihr Euch gemeinsam einstimmen und Euch über Eure Vorstellungen austauschen. Viel Spaß!


Frage: Ich mache es kurz: Meine Freundin steht sehr auf Analverkehr (ich natürlich auch), doch nach jedem Mal beklagt sie sich über Schmerzen im Analbereich. Wir verwenden Gleitcreme. Nun meine Frage: Kann man da noch was anderes machen? Dehnübungen oder so was?
Analfans

Antwort: Hier ein paar Vorschläge für Euch, damit Ihr anale Freuden ohne Reue genießen könnt: Achtet darauf, wirklich genügend Gleitmittel zu verwenden. Motto: viel hilft viel. Wechselt mal das Gleitmittel. Vielleicht enthält die von Euch verwendete Gleitcreme Inhaltsstoffe, auf die Deine Freundin allergisch reagiert. Dasselbe gilt für Kondome und deren Beschichtung, falls Ihr Gummis verwendet. Ein weiterer Ansatzpunkt sind die von Dir angesprochenen Dehnübungen: Sorge dafür, daß der Anus Deiner Freundin vor dem ersten Eindringen mit dem Penis wirklich vollständig entspannt ist. Du kannst Deine Freundin anal lecken, sie mit dem Finger und/oder einem kleinen Analdildo stimulieren und so auf die Penetration vorbereiten. Wichtig ist es auch, bei der Penetration sehr behutsam vorzugehen. Also nicht versuchen, gegen den Widerstand einzudringen, sondern immer warten, bis der Ringmuskel sich von selbst öffnet. Auch beim Stoßen sollte man dann erstmal Vorsicht walten lassen. Kleinste Verletzungen im Gewebe, die man im Eifer des Gefechts gar nicht bemerkt, machen sich bei allzu wildem vorgehen sonst eben hinterher bemerkbar. Um ganz sicher zu gehen, könntet Ihr die hier vorgeschlagenen Tips auch nacheinander ausprobieren, also in Stufe eins etwa probieren, ob ihr es schmerzlos hinbekommt, wenn Du sie mit dem Finger oder einem kleinen Analdildo nimmst. Danach dann Größe, Dauer und Heftigkeit bei der analen Penetration langsam steigern. Viel Spaß!


Frage: Ist es eigentlich gefährlich, jemanden anal zu lecken? Da sind doch alle möglichen Bakterien usw. Kann man da nicht ganz schwer krank werden?
Neugierig

Antwort: Als Teil des Verdauungstraktes sind Anus und Darm stark tabuisiert. Mit Mund und Zunge in diese Bereiche vorzudringen, das verbinden viele Menschen eher mit Scham und Ekel als mit Lust und Geilheit. Sicher ist Arschlecken (auch "Rimming" genannt) nichts für alle Geschmäcker. Aber Kenner können dieser Form von Körperkontakt viel abgewinnen. Der Anus ist sehr empfindlich und lustempfänglich. Zärtliches oder auch festeres Lecken und Saugen fühlt man an kaum einer Körperstelle so intensiv. Hinzu kommt das besondere Gefühl von Verbundenheit, das mit einer so intimen Berührung einhergeht. Anale Spiele mit Zunge und Finger können nicht zuletzt auch eine gute Vorbereitung für anale Penetration sein, da sie den Schließmuskel entspannen.

Die gute Nachricht ist, daß man sich durch Rimming nicht mit HIV infizieren kann! Aber mit Hepatitis und einer ganzen Reihe von Darmparasiten kann man sich leider doch infizieren. Durch Analspülungen vor dem Rimming lassen sich die Infektionsrisiken etwas einschränken. Zudem empfielt die AIDS-Hilfe: Wer gerne arschleckt, sollte sich möglichst gegen Hepatitis A und B impfen lassen.


Frage: Mein Freund und ich haben im Bett schon so einiges ausprobiert. Jetzt will er anal probieren. Ich habe ein bißchen Angst, da er sehr gut bestückt ist. Können sie mir etwas kleineres zum anfänglichen ausprobieren empfehlen? Was ist da am besten?
Andrea

Antwort: Liebe Andrea, ganz recht: An Analsex sollte man sich langsam herantasten. Um herauszufinden, ob anale Spiele Euch überhaupt liegen, könntet Ihr damit anfangen, daß Dein Freund sich einfach mal verstärkt Deinem Hintern zuwendet, ihn knetet, massiert und Deine Poritze streichelt. Wenn Du vorher gebadet oder geduscht hast, sollte es kein Problem mit der Hygiene geben. Dein Partner kann Deine Pobacken auseinanderziehen und Dich lecken. Auf diese Weise kannst Du - garantiert schmerzfrei - erfahren, wie lustempfänglich Dein Analbereich ist. Ein weiterer Schritt kann darin bestehen, daß Dein Freund mit dem Finger (auf kurze, gefeilte Fingernägel achten!) oder mit einem kleinen Analdildo in Dich eindringt. Dabei Gleitgel verwenden und ganz langsam und vorsichtig vorgehen. Nicht gegen den Widerstand des Schließmuskels drücken, sondern immer warten, bis er sich von selbst öffnet und ein Hineingleiten leicht geht. Nehmt Euch Zeit und genießt erstmal eine Weile verschiedene Varianten analer Spielereien ohne Euch auf anales Eindringen mit dem Penis zu fixieren. Solltest Du irgendwann Lust darauf bekommen, sein bestes Stück anal zu spüren, ist wiederum sehr vorsichtiges Eindringen angesagt. Viel Gleitgel nehmen, ein Kondom (es gibt spezielle Analkondome!) verwenden und auf eine entspannte Position achten (z.B. auf allen Vieren knieend oder stehend über einen Tisch gebeugt). Viel Spaß!


Frage: Ich mache gerne Analverkehr. Ich will jetzt auch mal einen Einlauf probieren. Meine Frage ist: Kann das gefährlich sein? Muß man irgendwas beachten, damit nicht zuviel rauskommt oder irgendwas anderes? Kann man sich verletzen, wenn man zu tief geht?
Ich danke Ihnen für Ihren Rat.
Paul

Antwort: Hallo Paul. Für einen Einlauf benutzt man am einfachsten einen sogenannten Irrigator (ca. DM 20 in der Apotheke) oder eine Analdusche (DM 19,80 bei adultshop.de). In den Irrigator füllt man 0,5-1 Liter körperwarmes Wasser. Der Irrigator ist eine Plastikschüssel mit einem Gummischlauch und einem Klistier am Ende. Die Analdusche funktioniert prinzipiell ähnlich, dringt jedoch nicht ganz so tief ein, hält bis zu 250 ml Flüssigkeit und wird durch Zusammendrücken des Flüssigkeitskolben verabreicht. Am besten Du experimentierst mit dem Einlauf zunächst einmal allein im Bad. Setze Dich auf die Toilette, führe das Klistier (gut eingefettet) vorsichtig in den Anus und lasse das Wasser aus dem Irrigator über den Schlauch einlaufen. Versuche, den Einlauf etwa 5 bis 10 Minuten zu halten, bevor Du Dich entleerst. Manche Leute mögen Einläufe, weil sie sowohl das Druckgefühl des Wassers im Darm als auch das nachfolgende Entleeren genießen. Einige beziehen den Einlauf auch in ihr gemeinsames Liebesspiel mit ein. Andere wiederum machen Einläufe rein aus hygienischen oder medizinischen Gründen. Dabei ist für Analsex aus rein hygienischen Gründen überhaupt kein Einlauf notwendig. Im Gegenteil: Nach einem Einlauf hinterläßt Du im Zweifelsfall eher mal eine "Bremsspur", weil die Kotreste im Enddarm verflüssigt sind. Probiere die Sache einfach mal in Ruhe aus, übertreibe nichts und höre auf, sobald Dir etwas weh tut. Wenn Du großen Gefallen an Einläufen findest, und sie dann regelmäßig machst, solltest Du dem Wasser einen Teelöffel Kochsalz beifügen und Dich vielleicht mittels einschlägiger Literatur (auch Internet) noch etwas ausführlicher mit dieser Spielart vertraut machen.
Viel Spaß!


Frage: Ich habe eine Frage zum Analsex. Ich stelle mir vor, daß es sehr intensiv sein kann, und auch meine Frau würde vielleicht mitmachen. Aber wie sieht es aus mit der Hygiene, schmerzt es bei mir oder meiner Frau? Gibt es Vorsichtsmaßnahmen zu beachten? Wir haben beide keine Ahnung davon und brauchen einfach ein paar Tips und Anregungen dazu.
Danke!
Neugierig

Antwort: Analsex kann in der Tat sehr intensiv sein und stellt eine interessante Variante im Liebesspiel dar. Allerdings ist Analverkehr nicht jedermanns oder jederfraus Sache. Die drei kritischen Punkte beim Analsex sind typischerweise 1) Ekel und Scham wegen möglicher Berührung mit Kot, 2) Angst vor Schmerzen und Verletzungen und 3) Sorge, etwas "Unnormales" oder "Perverses" zu tun. Wenn sich ein Paar gut versteht, und beide Lust auf anales Liebesspiel haben, tauchen diese Punkte jedoch als Probleme gar nicht auf oder lassen sich durch Gespräche, Information und etwas Übung relativ leicht überwinden.

Anale Penetration wird aufgrund der Enge der Darmöffnung sowohl von der aktiven als auch von der passiven Seite besonders intensiv empfunden. Man kann mit einem oder mehreren Fingern, mit dem Penis, mit einem Analdildo oder mit der Zunge eindringen, so daß es viele Varianten beim Analsex gibt. Männer und Frauen können dabei sowohl die aktive als auch die passive Rolle einnehmen, je nach individueller Vorliebe. Bevor Du und Deine Frau loslegen, ist es wichtig, daß Ihr zunächst über Eure Erwartungen und Befürchtungen sprecht und Euch langsam mit analem Liebesspiel vertraut macht. Was Hygiene betrifft, so reicht normales Duschen oder Baden, zudem ist vorheriger Stuhlgang wichtig, da die empfangende Seite sich sonst auch nicht besonders bereit fühlt. Da im Falle einer HIV-Infektion des Mannes die Samenflüssigkeit HI-Viren in hoher Konzentration enthält und beim Analsex immer winzige Verletzungen im Darm entstehen, ist die Gefahr einer HIV-Übertragung beim ungeschützten Analverkehr sehr groß. Sofern Du nicht sicher bist, HIV-negativ zu sein, solltet Ihr unbedingt spezielle Analkondome verwenden (Vorsicht: normale Kondome sind für Analsex nicht geeignet und können zerreißen).

Beim Eindringen ist es wichtig, sehr langsam und sanft vorzugehen und genügend Gleitgel zu verwenden. Auf keinen Fall mit Gewalt gegen den Widerstand des Ringmuskels eindringen, da das eben sehr weh tut und auch Verletzungen erzeugen kann. Wenn Ihr ein bißchen anal herumspielt, und Deine Frau sich entspannt und Lust auf Analsex hat, wird der Ringmuskel sich von selbst öffnen, so daß Du leicht hineingleiten kannst. Gut wäre es, zuerst mit einem oder zwei Fingern einzudringen, damit sich Deine Frau langsam an das Gefühl gewöhnen und Ihr Euch aufeinander einstimmen könnt. Schaut Euch doch auch mal hier im Fragen-Archiv um, denn zu Analsex gibt es mittlerweile schon mehrere Beiträge. Viel Spaß!


Frage: Meine Frau und ich wollen Analverkehr machen. Doch wir haben gelesen, daß man vorher einen Einlauf machen sollte zum Reinigen des Darmes. Wie wird so etwas gemacht? Und was muß man beim Analverkehr beachten? Danke!
Neugierig

Antwort: Vor dem Analsex ist es nicht unbedingt nötig, einen Einlauf zur Reinigung des Dickdarms zu machen. Es ist jedoch in jedem Fall günstig, nur dann Analverkehr zu versuchen, wenn die empfangende Seite vorher Stuhlgang hatte und sich dementsprechend befreit und wirklich empfangsbereit fühlt. Da der Ringmuskel recht stark und außerdem sehr empfindlich ist, sollte man beim Eindringen ganz besonders langsam und sanft vorgehen. Wichtig ist die Verwendung von viel Gleitgel. Sofern die Gefahr einer HIV-Infektion besteht, unbedingt Kondome verwenden. Dabei ist zu beachten, daß normale Kondome beim Analsex reißen können und deswegen spezielle Analkondome verwendet werden sollten. Wenn man mit dem erigierten Penis nur leicht am Anus reibt oder ein wenig dagegen drückt, wird sich der Muskel nach einer Weile von selbst entspannen. Falls das nicht passiert, auf keinen Fall versuchen, gegen den Widerstand vorzudringen, da das sehr weh tut und auch zu Verletzungen führen kann. Um Euch auf anales Liebesspiel einzustellen, ist es günstig, nicht gleich mit analer Penetration anzufangen, sondern Euch zunächst mit Streicheln, Massieren und Lecken vorzutasten. Achtet darauf, daß ein Dildo, Finger oder Penis nach analer Penetration unbedingt gründlich gereinigt werden muß, bevor man ihn in die Scheide einführt, da sonst Darmbakterien übertragen werden. Wenn man Kondome und/oder Latexhandschuhe oder Fingerlinge verwendet, kann man diese dementsprechend schnell wechseln.

Im Zusammenhang mit Analsex taucht oft die Frage nach der Hygiene auf. Im Prinzip ist es völlig ausreichend, vorher zu duschen oder zu baden und eben Stuhlgang zu haben. Sollte trotzdem mal ein bißchen Stuhl am Finger oder am Penis hängen bleiben, ist das eigentlich kein Drama, wenn man sich gut kennt und entspannt miteinander umgehen kann. Bei Analverkehr ohne Kondom ist im übrigen damit zu rechnen, daß die Samenflüssigkeit ggf. zusammen mit etwas Stuhl hinterher wieder herausläuft. Am besten, Ihr sprecht vorher offen über Eure Gefühle und möglichen Hemmschwellen, was Analsex betrifft, damit Ihr Euch die Aktion später nicht durch unnötige Peinlichkeit vermasselt.

Ein Einlauf kann eine mögliche Berührung mit etwas Kot nicht 100%ig verhindern, wird von manchen aber als zusätzlicher Hygiene-Faktor geschätzt. Für einen Einlauf benutzt man am einfachsten einen sogenannten Irrigator (ca. DM 20 in der Apotheke) oder eine Analdusche (DM 19,80 bei adultshop.de). In den Irrigator füllt man 0,5-1 Liter körperwarmes Wasser (ggf. mit einem Teelöffel Kochsalz). Der Irrigator ist eine Plastikschüssel mit einem Gummischlauch und einem Klistier am Ende. Das eingefettete Klistierrohr wird in die Darmöffnung eingeführt. Der Hahn wird geöffnet und der Irrigatorbecher 50 cm hochgehoben. Ist der Einlauf beendet, Klistierrohr mittels Hahn schließen und den Einlauf ca. 5-10 Minuten halten. Die Analdusche funktioniert prinzipiell ähnlich, dringt jedoch nicht ganz so tief ein, hält bis zu 250 ml Flüssigkeit und wird durch Zusammendrücken des Flüssigkeitskolben verabreicht. Einen Einlauf kann man sich ganz bequem allein auf der Toilette sitzend verabreichen. Manche Paare beziehen den Einlauf aber auch in ihr gemeinsames Liebesspiel ein.


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