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Willkommen auf unserer
Internetpräsenz! |

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Dr. Sexpert ist eine Diplom-Psychologin
aus Deutschland. Hier ist das Archiv ihrer Antworten
zu Herzschmerz, Lustfrust und Liebeswehwehchen. Du
findest hier kompetente Beratung zu Liebe, Sex, Beziehungen
sowie sexuellen Vorlieben, Praktiken und Problemen.
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Frage: Deine Beratung ist echt
toll und Deine Hinweise scheinen super fundiert zu
sein. Vielleicht kannst Du mir sagen, wie ich meine
Libido dauerhaft anregen kann. Ich mag Sex, habe aber
nie genug Lust und will direkt fertig sein. Was könnte
ich dagegen tun?
Eva
Antwort: Hallo Eva! Vielen Dank für Dein
Lob. Mit dem Problem, das Du schilderst, bist Du nicht
allein. Über eine gewisse Lustlosigkeit klagen
heute immer mehr Menschen. Nicht zufällig wurde
Viagra so ein Erfolg. Vor 100 Jahren noch wäre
sexuelle Lustlosigkeit übrigens überhaupt
kein Thema gewesen, erst recht nicht für Frauen:
Da war Sex negativ belegt und galt in erster Linie
als Männersache. Man konnte froh sein, wenn man
eben nicht ständig "gesündigt"
hat oder schlimme Gedanken hatte. Heute sehen wir Sex
dagegen positiver, als Beitrag zu Lebensfreude und
Lebensqualität. Und die Maßstäbe sind
durch offenere Sexdarstellungen in den Medien auch
gestiegen. Dementsprechend erleben wir es heute eher
als Defizit, Sex nicht oft und intensiv genug auszuleben.
Hier müssen wir uns wohl klarmachen, daß
Libido und Sex keine Konsumgüter sind, daß
sie uns weder durch Pillen, noch durch Tricks ganz
nach Belieben ständig zur Verfügung stehen.
Lustlose und sexarme Phasen sind normal und können
durchaus ihren Sinn haben, etwa wenn man anderweitig
angespannt und im Streß ist. Versuche also zunächst,
Deine Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben und akzeptiere,
daß sexuelles Empfinden auch mal schwächer
ausgeprägt ist.
Zudem könntest Du versuchen, in Deinem Sexleben
die Punkte herauszufinden, die Deine Lust oder Unlust
stark beeinflussen. Da Du nichts über Deine sexuellen
Gewohnheiten schreibst, kann ich hier nur spekulieren:
Vielleicht fehlt Dir im Alltag die richtige Vorfreude
und Einstimmung auf Sex, weil er relativ routiniert
stattfindet. Dann wären häufigeres Ausgehen,
ein Wochend-Ausflug oder auch ein Urlaub gute Methoden,
Sex interessanter zu machen. Um aus einem festen Schema
auszubrechen und mehr Sinnlichkeit zu erleben, kann
es auch günstig sein, Sex bewußt weniger
auf "fertig werden" (also Geschlechtsverkehr
und Orgasmus) zu konzentrieren und dafür mehr
Raum für Küssen, Massagen, Zärtlichkeit,
Reden, Romantik usw. zu lassen. Manche sexualtherapeutischen
Programme arbeiten sogar mit einem Beischlafverbot,
einfach um die Paare dazu zu animieren, andere Aspekte
ihrer Körperlichkeit stärker wahrzunehmen.
Wichtig ist dabei immer auch die offene Kommunikation
des Paares und das gemeinsame Ziel, Sex lebendiger
zu gestalten.
Relativ lustloser Sex kann auch ein Indiz für
unterschwellige Distanz zwischen den Partnern sein
und könnte zum Anlaß genommen werden, einmal
wieder ganz grundsätzlich gemeinsame Lebenspläne
zu besprechen und sich über die Gefühle füreinander
klar zu werden. Nicht zuletzt hat das Lustempfinden
auch viel mit dem eigenen Körpergefühl zu
tun. Ein Gesundheits-Check und ausreichend Entspannung
und Pflege können sich positiv auswirken. Insgesamt
gibt es also keine Patentlösung, aber doch eine
Reihe von Ansatzpunkten, die Du verfolgen könntest.
Viel Glück! |
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Frage: Ist es eigentlich schädlich,
sich jeden Tag selbst zu befriedigen? Kann es sein,
daß ich nicht normal oder sogar sexsüchtig
bin, da ich mir mehrmals am Tag einen runterhole und
trotzdem bei fast jeder Frau nur an das eine denke?
Ich bin bereits 26 Jahre alt und weiß wirklich
nicht, was ich dagegen tun kann!
Sexsüchtig
Antwort: Du kannst ganz beruhigt sein: Selbstbefriedigung
ist völlig ungefährlich. Weder Rückenmarkschwund,
noch Blindheit oder andere körperliche Schäden
drohen. Du kannst es Dir also nach Lust und Laune und
so oft Du willst selber machen. Schlimmstenfalls tut
Dir die Hand weh. Täglich zu masturbieren ist
dabei auch gar nicht sehr ungewöhnlich. Viele
tun das. Daß Du auch ansonsten oft an Sex denkst
und schnell erregt bist, ist ebenfalls nichts Ungewöhnliches
oder Schlimmes. Im Gegenteil: Manche Leute werden Dich
sogar um Deine Lustgefühle beneiden, schließlich
lockert etwas Geilheit den trüben Alltag ja doch
gewaltig auf. Prinzipiell ist also alles in Ordnung
bei Dir. Du mußt Dich Deines Verlangens nicht
schämen. Vielleicht wurde Dir in Deiner Erziehung
ein schlechtes Gewissen eingeredet, das Du langsam
überwinden kannst.
Anders sieht es aus, wenn Du selbst sagst, daß
Du unter Deinem ständigen sexuellen Drang leidest,
etwa weil Du Dich überhaupt nicht auf Deine Arbeit
konzentrieren kannst, weil Deine Beziehungen mit Frauen
nicht klappen, oder es Dich einfach stört, immer
so unruhig zu sein und Du die sexuelle Erregung im
Grunde auch kaum genießen kannst. Nur wenn Du
durch Deine Sexualität Nachteile und Probleme
im Alltag hast, ist von einer Störung auszugehen.
Manche Therapeuten sprechen in dem Zusammenhang tatsächlich
von "Sexsucht", andere finden den Begriff
eher irreführend, denn eine extreme Fixierung
auf Sex, die mit negativen Begleiterscheinungen verbunden
ist, deutet darauf hin, daß die betreffende Person
noch andere unterschwellige Konflikte oder Probleme
hat. Eine psychologische Beratung oder Therapie (Adressen
findest Du im Telefonbuch) kann Dir dabei helfen, inneres
Gleichgewicht zu finden, Ängste, Depressionen
oder Gefühle von Leere und Sinnlosigkeit zu überwinden.
Scheue Dich nicht, im Zweifelsfall Profis zu konsultieren.
Du kannst nur gewinnen dabei. |
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Frage: Ich bin schon seit über
einem Jahr mit meiner Freundin zusammen. Es ist eine
sehr harmonische Beziehung, welche uns beiden sehr
viel gibt. Außer beim Sex, denn da haben wir
ein Problem! Das Vorspiel ist immer sehr prickelnd
und macht uns beide immer sehr scharf aufeinander.
Sie muß mich immer zügeln, da sie sonst
kommt, bevor wir überhaupt miteinander geschlafen
haben. Wenn ich mir dann das Kondom übergestreift
habe und in sie eindringe, ist es bei ihr vorbei. Ganz
egal, wie scharf sie vorher war, ob sie kurz vor'm
Kommen war. Wenn ich in sie eindringe, sagt sie, spürt
sie gar nichts mehr. Alles wie weggeflogen. Sie kann
es sich selbst nicht erklären, warum das so ist.
Sie sagt, ich sei einfühlsam, zärtlich und
vorsichtig. Obwohl ich immer alles gebe, damit sie
einen super Orgasmus bekommt, haut es meistens nicht
hin. Können Sie uns da weiterhelfen? Wir sind
schon total gefrustet. Weil der Sex so, trotz wunderbarem
Vorspiel, einfach eine etwas depressive Stimmung hinterläßt.
Laut ihrer Aussage bin ich der Erste, der so auf sie
eingeht, die anderen vor mir hätten sie nur benutzt.
MFG T.M.
Antwort: Daß Ihr ein prickelndes Vorspiel
zusammen erlebt, bei dem Deine Freundin Dich bremsen
muß, damit sie nicht gleich kommt, ist wirklich
beneidenswert. Hört sich nach viel Spaß
an! Trotzdem scheint Ihr etwas im Streß zu sein,
weil Ihr Euch in den Kopf gesetzt habt, daß Euer
Liebesspiel unbedingt auf Geschlechtsverkehr hinauslaufen
und Deine Freundin dann dabei kommen soll, was irgendwie
nicht klappt. Eine ganz einfache Möglichkeit,
Euren Frust loszuwerden, besteht darin, daß Ihr
Sex nicht mehr mit Geschlechtsverkehr gleichsetzt.
Wenn Ihr Euch küßt, streichelt, aneinander
reibt, leckt usw. und dabei erregt seid, dann ist das
bereits "richtiger Sex", zumal sowohl die
Frau als auch der Mann dabei wunderbar kommen können.
Warum setzt Ihr Euch nicht einfach mal als Ziel, schöne
Nächte miteinander zu verbringen, wobei Ihr beide
erregt seid und auch zum Höhepunkt kommt, ohne
daß Du mit dem Penis in sie eindringst? Konzentriert
Euch in der nächsten Zeit doch darauf, Eure Lust
zu vergrößern, Euch mit der Hand oder dem
Mund zum Orgasmus zu bringen und Unlust und Frust zu
vermeiden.
Was den Geschlechtsverkehr betrifft, so kann es sein,
daß Deine Freundin zunächst einmal ihre
negativen früheren Erfahrungen verarbeiten muß,
um wieder Interesse an dieser sexuellen Spielart zu
gewinnen. Es kann aber auch sein, daß sie grundsätzlich
kaum durch vaginale Penetration stimuliert wird, sondern
einfach andere Spielarten aufregender und befriedigender
findet. Anstatt Euren Sex krampfhaft auf Geschlechtsverkehr
auszurichten, solltet Ihr deswegen lieber das sogenannte
Vorspiel zur Hauptsache ausbauen und voll auskosten.
Vaginale Penetration kann zwar sehr schön sein,
ist aber sexuell nicht für alle Menschen das Nonplusultra,
obwohl dies oft so hingestellt wird. Unterwerft Euch
nicht einem Leistungsdenken, sondern genießt
lieber Euer Zusammensein. Sage Deiner Freundin, daß
weitere frustrierende Experimente mit Geschlechtsverkehr
erstmal nicht stattfinden und Ihr Euch jetzt ganz darauf
konzentriert, Euch auf alle möglichen anderen
Weisen zu befriedigen. Sollte das irgendwann langweilig
werden, wird Deine Freundin vielleicht von sich aus
vorschlagen, Geschlechtsverkehr auszuprobieren. |
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bei Dr.
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