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Willkommen auf unserer
Internetpräsenz! |

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Dr. Sexpert ist eine Diplom-Psychologin
aus Deutschland. Hier ist das Archiv ihrer Antworten
zu Herzschmerz, Lustfrust und Liebeswehwehchen. Du
findest hier kompetente Beratung zu Liebe, Sex, Beziehungen
sowie sexuellen Vorlieben, Praktiken und Problemen.
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Frage: Ich liebe Sex über
alles. Aber vor kurzem habe ich bemerkt, daß
ich auf die harte Tour stehe. Das heißt ich will,
daß meine Frau mich dominiert, also streng ist
und mir sagt, was ich zu tun habe. Ich möchte
von meiner Frau als Sexobjekt benutzt werden. Meine
Frau weiß davon, aber sie traut sich nicht so
richtig, sich auf diese Art von Sex einzulassen. Wie
kann ich ihr den Einstieg erleichtern?
Gruß, Tom
Antwort: Hallo Tom! Zunächst einmal herzlichen
Glückwunsch, daß Du mit Deiner Frau über
Deinen Wunsch sprechen konntest und offensichtlich
die Basis für gemeinsame Experimente gegeben ist.
Da steht Euch ja eine interessante Zeit bevor! Sehr
gut ist es auch, sich im Vorfeld über einen günstigen
Einstieg Gedanken zu machen und nichts zu überstürzen.
Hier ein paar Tips für Euch:
-
Es gibt Tausende von Varianten und Abstufungen,
wenn es um die "harte Tour" beim Sex geht.
Im ersten Schritt solltet Ihr also durch gemeinsame
Lektüre (Erfahrungsberichte, Magazine) und Gespräche
abstecken, in welche Richtung die Sache bei Euch laufen
soll. Welche Art von Rollenverteilung, Vokabular, Outfit,
Equipment, Location usw. schwebt Euch vor? Ein sehr
guter Ansatzpunkt wäre gefunden, wenn Ihr gemeinsam
Szenarien gedanklich durchspielen könnt, die Euch
beide erregen. Setze Deiner Frau nicht schon ein fertiges
Drehbuch vor, sondern malt Euch gemeinsam etwas aus.
-
Erst wenn die Theorie klappt und ein
gemeinsamer Nenner gefunden ist, solltet Ihr Euch an
erste praktische Schritte heranwagen. Günstig
ist es, mit einer einfachen Szene zu beginnen und sie
vielleicht auch mit bewährten Elementen Eures
Sexlebens zu kombinieren. Zu viel Neues auf einmal
erzeugt sonst mehr Unsicherheit und Lampenfieber als
Geilheit. Falls es Deine Frau z.B. mag, von Dir geleckt
zu werden, kann sie dies durch betont anspruchsvolles,
launisches oder herrisches Gebaren sehr gut in eine
Szene umwandeln. Sowas ist als Einstieg günstiger
als gleich die sprichwörtliche Peitsche zu schwingen.
-
Insgesamt seid Ihr gut beraten, wenn
Ihr mit Neugier, Geduld und Humor an die Sache herangeht.
Vermutlich wird es Irritationen und Pannen unterschiedlichster
Art geben, laßt Euch davon nicht den Spaß
vermiesen. Beachte auch, daß eine neue Art von
Sex Auswirkungen auf Eure gesamte Beziehung haben kann.
Sprecht also viel miteinander und beschränkt Euch
dabei nicht auf sextechnische Details, sondern bezieht
die Gefühlsebene mit ein. Es gibt jede Menge gute
Informationen über SM in Büchern und im Internet,
sie helfen, von unrealistischen Hochglanz- und Porno-Phantasien
abzukommen und SM real zu leben. Viel Glück!
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Frage: Meine Frau möchte
mich mit ihren Tüchern beim Sex fesseln und besonders
knebeln. Worauf müssen wir achten?
Tücherlover
Antwort: Zum Thema "erotisches Fesseln"
(im Fachjargon "Bondage") läßt
sich sehr vieles sagen. Vielleicht mögt Ihr Euch
ja einmal mit entsprechender Literatur beschäftigen,
es gibt gute Bücher und auch sehr gute Websites
zum Thema: Sie liefern praktische Anleitungen, Sicherheitstips
und auch hübsche Bilder. Gerade bei Anfängern
ist von Tüchern abzuraten. Hand- und Fußfesseln
aus Leder sind viel praktikabler, wenn es darum geht,
eine Person zu fixieren, ohne Gefahr zu laufen, daß
es zu Verletzungen kommt. Auch wenn Seidentücher
den Anschein von Romantik und Weichheit erwecken -
bei einer Fesselung können Sie in die Haut einschneiden,
Nerven abklemmen und so zu schweren Verletzungen führen.
Tücher haben außerdem den Nachteil, daß
sie nach dem Verknoten oft schwer aufzumachen sind.
Empfehlenswert sind also wirklich eher Hand- und Fußfesseln.
Falls es unbedingt Tücher sein müssen, so
achtet auf jeden Fall darauf, eine Schere zur Hand
zu haben und öffnet die Fesseln sofort, wenn sich
Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit einstellen.
Da Ihr das Fesseln mit Knebeln kombinieren wollt, ist
dafür zu sorgen, daß im Notfall die Kommunikation
klappt. Ihr könnt z.B. Kopfnicken oder Kopfschütteln
als Signale dafür festlegen, daß der Knebel
sofort abgenommen wird, damit Du Dich im Falle von
Schmerzen oder sonstigen Komplikationen verständigen
kannst. In keinem Fall sollte Deine Frau Dich in gefesseltem
und geknebeltem Zustand alleine im Zimmer oder in der
Wohnung lassen - auch nicht für wenige Minuten.
Stell' Dir vor, sie sperrt sich in dieser Situation
aus der Wohnung aus - oder ein anderer dummer Zwischenfall
ereignet sich. Hier sind schon einige böse auf
die Nase gefallen. Also lieber schön langsam vorgehen
und unnötige Risiken unbedingt vermeiden. Wenn
Ihr Geschmack an Bondage findet, läßt sich
die Sache immer noch ausbauen bis zur wahren Fesselungskunst.
Viel Spaß! |
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Frage: Seit längerer Zeit
bin ich bei einer Domina unter Vertrag. Es ist für
mich ein Traum, aber sie will mich zu ihrem Toilettensklaven
erziehen. Ich habe aber Angst, daß ich davon
krank werde. Ist die Angst berechtigt?
Ein Sklave
Antwort: Als menschliche Toilette benutzt zu
werden, also Urin und Kot eines anderen Menschen mit
dem Mund aufzunehmen und auch zu trinken bzw. zu essen,
stellt in unserer Kultur einen der extremsten Tabubrüche
überhaupt dar und ist mit Ekel und Demütigung
assoziiert. Gerade diese starken Emotionen lassen Toilettenerziehung
andererseits zu einem sehr interessanten SM-Thema werden.
Leider ist weder das Trinken von Urin noch das Essen
von Kot sicher. Deine Angst vor Krankheit ist völlig
berechtigt: Du kannst Dich durch Koprophagie (also
das Essen von Kot) mit HIV, Hepatitis, Lamblien und
zahlreichen anderen Erkrankungen infizieren. Auch das
Trinken von Fremdurin birgt zahlreiche Infektionsrisiken.
Bei aller Hingabe an Deine Domina solltest Du hier
also zu Recht Vernunft walten lassen und nicht Deine
Gesundheit auf's Spiel setzen. Die AIDS-Hilfe empfiehlt,
nur in der Weise mit Urin und Kot zu spielen, daß
nichts davon auf Schleimhäute oder in den Körper
gelangt. Bei häufigen Spielen mit Urin und Kot
wird neben dem Aussparen der Schleimhäute zur
Sicherheit auch zu einer Impfung gegen Hepatitis A
und B geraten.
Die Frage wäre also, ob Du mit Deiner Domina ein
Arrangement in der Weise findest, daß Deine Erziehung
zum Toilettensklaven Dich nur an sicheren Körperstellen
(z.B. Bauch, Rücken, Beine) mit ihrem Urin und
Kot in Verbindung bringt. Alles, was darüber hinausgeht,
sollte ausschließlich in der Phantasie stattfinden,
angedeutet und ausgesprochen, aber nicht praktisch
realisiert werden. Sofern Du nicht 100%ig sicher bist,
daß Deine Domina ganz gesund ist (und hierfür
bräuchtest Du wohl umfangreiche und aktuelle medizinische
Gutachten), spielst Du nicht nur mit dem Feuer, sondern
auch mit Deinem Leben, wenn Du ihren Urin und Kot in
den Mund nimmst. Aber eigentlich besteht auch kein
Grund, sich auf eine riskante Klischeevorstellung vom
Toilettensklaven zu fixieren. Schließlich kannst
Dich auch in sicherer Weise mit Ihren "Gaben"
beschäftigen oder auch anderweitig Deine Ergebenheit
und Unterwerfung bekunden. |
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Frage: Mein Name ist Lutz, ich
bin 45 Jahre und devot. Ich liebe es sehr, wenn mich
eine Frau dominiert. Dabei interessiert mich weniger
die harte Seite, sprich Peitsche oder ähnliche
Sachen. Nein, ich sehne mich danach, daß eine
energische Frau im Minirock vor mir sitzt und z.B.
sagt: "So, jetzt kannst Du mal auf die Beine schauen,
und danach putzt Du meine Wohnung, wäschst mein
Auto und gehst für mich einkaufen."
Frau Dr. Sexpert, genau das ist mein Problem: In meiner
Umgebung aus dem Raum 4xxxx oder Umkreis gibt es keine
dominante Privatperson, die mich versteht. Wenn, dann
meinen die Damen alle, so was könnte es nicht
geben, daß ein Mann freiwillig putzen möchte.
Aber genau das möchte ich gerne. Es gibt mir so
ein schönes unterlegenes Gefühl, wenn ich
alles saubermache. Ist das wirklich so unnormal? Dabei
brauche ich auch keinen Sex, mir reicht die Erniedrigung,
wenn mich die Dame beim Putzen beobachtet. Klar, im
Domina-Studio geht das alles, ich weiß. Aber
ich möchte nicht für eine halbe Stunde Putzen
gleich 300 DM ausgeben. Wissen Sie einen Rat für
mich? Ich möchte so gerne meine devote Ader ausleben
können.
Ihr devoter Lutz
Antwort: Hallo Lutz. Ich habe vier Ideen, wie
Du Gleichgesinnte finden kannst, um Deine devote Ader
auszuleben.
Zunächst einmal kannst Du auf Kontaktanzeigen
in einschlägigen SM-Magazinen oder SM-Foren im
Internet zurückgreifen. Allerdings melden sich
erfahrungsgemäß nicht sehr viele Frauen,
und manchmal stecken bei vermeintlichen Privatkontakten
doch finanzielle Interessen dahinter. Hier sollte man
also vorsichtig sein und keine allzu hochgesteckten
Erwartungen haben, obwohl natürlich immer wieder
ein "Glückstreffer" vorkommt. Eine zweite
Möglichkeit besteht darin, daß Du Dich in
die SM-Szene begibst und dort Kontakte knüpfst.
Das muß nicht gleich darauf hinauslaufen, in
Aktion zu treten. Vielmehr ginge es auch um geselligen
Kontakt, Erfahrungsaustausch usw. Schau' Dich in entsprechenden
Internet-Foren um. Gib Dich ruhig als Neuling zu erkennen
und sei bereit, auf andere Menschen zuzugehen und dazuzulernen.
Eine dritte Möglichkeit ist der Kontakt zur SM-Szene
außerhalb des Netzes. In SM-Publikationen findest
Du Adressen von Stammtischen, Gesprächskreisen
und Parties in Deiner Nähe, wo Du Kontakte knüpfen
kannst. Schließlich besteht ein vierter Ansatz
darin, daß Du Dich Frauen anvertraust, mit denen
Du ohnehin erotische oder sexuelle Kontakte hast. Die
Vorstellungen, die Du schilderst, sind nicht sehr kompliziert,
sie erfordern kein Spezial-Equipment und auch kein
besonderes technisches SM-Wissen. Du brauchst also
nicht unbedingt nach einer eingefleischten SM-Anhängerin
Ausschau zu halten, sondern kannst mit etwas Glück
und Geschick mit Deiner aktuellen oder zukünftigen
Partnerin ein Sexleben aufbauen, das für diverse
Szenarien Raum läßt.
In jedem Fall fährst Du gut damit, wenn Du Deine
Phantasien zwar ernstnimmst und Dich auch um eine Realisation
bemühst, Dich aber nicht zu sehr auf einen bestimmten
Ablauf fixierst. Sei flexibel und gib einer möglichen
Spielpartnerin nicht das Gefühl, daß sie
nur mechanisch eine Rolle in dem von Dir bereits komplett
ausgearbeiteten Drehbuch erfüllen muß. Interessiere
Dich auch für ihre Vorstellungen, sei geduldig
und akzeptiere, daß der Weg von einem Phantasie-Szenario
zur Realität nicht selten auch von Peinlichkeit
und Unbeholfenheit begleitet ist. Mit Offenheit und
Humor bist Du gut gerüstet. Viel Glück! |
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Frage: Ich bin S., 49 Jahre. Ich
habe seit meinem 19. Lebensjahr das Bedürfnis,
mich von dominanten Frauen schlagen zu lassen und möchte
dies ausleben. Geben Sie mir bitte Rat.
S.
Antwort: Hallo! Was verstehst Du unter "ausleben"?
Hier sind ganz verschiedene Ansätze möglich,
je nach dem, was Deine sexuelle Neigung für Dich
bedeutet und wie Du Dir Dein Leben eingerichtet hast
bzw. für die Zukunft vorstellst. Wenn es Dir rein
um den sexuellen Reiz geht und in Deiner Ehe oder Partnerschaft
kein Raum für Deine Vorliebe ist, dann könntest
Du Dich im Dominastudio ausleben. Das ist halt kostspielig
und setzt dem Ausleben enge zeitliche und emotionale
Grenzen, aber dafür mußt Du nicht viel Aufwand
betreiben.
Anders sieht es aus, wenn Du ungebunden bist und möchtest,
daß das Ausleben Deiner sexuellen Phantasien
auch mit einer persönlichen Beziehung verbunden
ist. Dann würde es sich lohnen, Gleichgesinnte
zu suchen. Frauen mit dominanter Neigung kannst Du
über Kontaktanzeigen in einschlägigen Magazinen,
über Internet-Foren und direkt in der "Szene"
kennenlernen. Achte darauf, daß sich gerade bei
Kontaktanzeigen immer wieder professionelle Dominas
mit finanziellen Interessen als Privatleute ausgeben.
Und bedenke auch, daß es - genau wie sonst im
Leben - auch in der SM-Szene Zeit und Geduld braucht,
um persönliche Kontakte aufzubauen. Gerade wenn
Du Deine Neigung bislang nur in der Phantasie auslebst
besteht die Gefahr, daß Du schon ein fertiges
Szenario im Kopf hast inklusive Outfit und Gebahren
Deiner Domina. Gerade eine dominante Frau wird jedoch
kaum darauf stehen, sich Deinem Drehbuch unterzuordnen.
Sei also offen und neugierig und nicht allzu sehr auf
vorgefertige Ideen fixiert. Ein dritter Weg zum Ausleben
besteht darin, Deine Partnerin oder eine Bekannte einzuweihen.
Viele Menschen finden SM spannend und sind bereit,
ein wenig zu experimentieren. Sofern diese Bereitschaft
vorhanden ist, kann man sich langsam gemeinsam vorwagen.
Einschlägige SM-Literatur und auch entsprechende
Einführungs-Filme können gute Gesprächsanlässe
sein. Viel Glück! |
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Frage: Ich habe folgende Frage:
Was haben medizinische Behandlungen, besonders im "unteren"
Bereich, mit Sex zu tun? Da ich mich für Doktorspiele
sehr interessiere (Medizin ist mein Hobby), suche ich
in Suchmaschinen u.a. nach diesem Themenbereich und
treffe dort immer wieder auf diese spezifischen Behandlungsarten.
Klistiere z.B. sind doch schrecklich. Auch Spritzen
usw. Ich möchte zwar gern Kontakte mit Gleichgesinnten,
die ebenfalls Doktorspiele betreiben möchten,
aber an mir selbst ist es beim realen Arzt wegen Angst
schon ein Riesenspektakel mit bestimmten Untersuchungen/Behandlungen.
Vielleicht können Sie mir einen Tip geben, warum
dies bei mir so ist (etwas paradoxe Erscheinungsform
wahrscheinlich), und auch ob das Interesse bzw. meine
Angst als krank/unnormal zu bezeichnen wäre. Ich
muß dazusagen, daß mir als Kind gerade
diese Spiele ständig verboten wurden. Heute bin
ich erwachsen (zumindest altersmäßig, ansonsten
wie ... na ja manchmal wie 10-15, meistens wie ca.
20), doch das Interesse ist geblieben.
Wie kann ich nun doch noch mein Hobby ausführen,
auch wenn ich Riesenangst habe?
Danke im voraus, Sabine
Antwort: Hallo Sabine! Es ist ja kein Zufall,
daß Doktorspiele bei Kindern so beliebt sind.
Sie stellen eben eine gute Gelegenheit dar, einander
körperlich zu erforschen und zu erregen. Daß
man dabei gar nicht zugibt, daß es um Sex geht,
erhöht den Kitzel ... Und was Kindern Spaß
macht, daran dürfen sich ja auch Erwachsene erfreuen.
Du hast recht, es gibt viele erwachsene Fans von Doktorspielen,
man spricht auch von "Kliniksex" oder "weißem
Sex". Solange man nicht selbst darunter leidet
(etwa weil man sich völlig auf diese Phantasien
fixiert) und solange man anderen nicht schadet (z.B.
durch allzu gefährliche medizinische "Eingriffe"),
ist gegen diese Vorliebe überhaupt nichts zu sagen.
Sie gilt auch nicht als Krankheit. Du kannst also unbesorgt
zu Deiner Neugier und zu Deinen Phantasien stehen.
Daß Dich gynäkologische Untersuchungen in
der Phantasie anturnen, während Du es in Wirklichkeit
haßt, zum Frauenarzt zu gehen, scheint im ersten
Moment paradox. Aber Sex ist eben oft widersprüchlich:
Situationen, die Angst, Scham oder Schuldgefühle
wachrufen, fordern dazu auf, die emotionale Hemmschwelle
zu überwinden und etwas dennoch zu tun oder geschehen
zu lassen. Und gerade diese Überwindung der Hemmschwelle
- in Gedanken oder in der Realität - kann sehr
aufregend und lustvoll sein. Die ganze Energie der
negativen Gefühle - und Angstgefühle sind
ja sehr intensiv - wird dann in Lust verwandelt. Deine
Angst kann etwas mit Schuldgefühlen zu tun haben,
die Deine Eltern Dir vermittelt haben, sie kann aber
auch daher rühren, daß Du fürchtest,
die Kontrolle über die Situation zu verlieren
oder verletzt zu werden. Wenn Du magst, kannst Du Dich
in Zukunft genauer beobachten und auch mit anderen
austauschen und kommst den Ursachen vielleicht auf
die Spur.
Andererseits mußt Du aber auch keine Detektivarbeit
leisten und kannst Deine Vorliebe einfach so hinnehmen
und genießen. Dabei gibt es viele Varianten:
Das Spektrum reicht von der gespielten Operation in
einem nachgestellten Krankenhaus über Vaginaluntersuchungen
mit einem Spekulum bis zu einfachem Abtasten mit dem
Finger oder Einsetzen eines Tampons. Wenn Du Deine
Phantasien in die Tat umsetzen willst, ist es wichtig,
vorher mit dem Partner oder der Partnerin Grenzen abzustecken,
an die sich beide Seiten halten. Geh' in kleinen Schritten
vor und beginne mit etwas einfachem. Kontakte zu Gleichgesinnten
kannst Du gut über Internet-Foren herstellen oder
auch, indem Du Dich in Deiner Umgebung in die SM-Szene
begibst. Nur Mut! |
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Frage: Eigentlich könnte
ich ganz zufrieden sein mit meinem Eheleben. Ich habe
eine tolle Ehefrau die alles mitmacht - gerade im sexuellen
Bereich. Seit ca. 2 Jahren habe ich ein großen
Drang nach Damenwäsche, speziell die hauchzarten
Strümpfe turnen mich an. Sicher ist es nichts
Unnatürliches ... aber ich ziehe diese Sachen
immer selber gerne an. Der Drang nach Damenwäsche
wird immer stärker.
Auf diese Heinmlichtuerei habe ich nun keine Lust mehr.
Aber, wie sage ich es meiner Frau. Die Angst meine
Frau zu verlieren hat mich bisher davon zurückgehalten.
Haben Sie einen Rat für mich!?
Nylon-Lover
Antwort: Heimlichtuerei ist auf Dauer wirklich
keine Lösung. Es ist eine gute Idee, mit Deiner
Frau zu sprechen. Damit dieses Gespräch gut verläuft,
kannst Du einige Vorkehrungen treffen. Zunächst
einmal wäre es gut, wenn Du - falls noch nicht
geschehen - Dich selbst etwas intensiver mit Deiner
sexuellen Vorliebe beschäftigst. Schau mal in
entsprechende Literatur zum Thema "Fetisch"
bzw. "Fetischismus". Jede sexuelle Vorliebe,
die etwas aus dem Rahmen fällt, erzeugt eine Reihe
von Fragen: Bin ich krank? Wird es immer schlimmer
werden? Woher kommt meine Vorliebe? Wie läßt
sie sich in meine Liebes- oder Ehebeziehung einbauen?
Je besser Du diese Fragen für Dich selbst beantworten
kannst, umso besser kannst Du auch anderen Menschen
(v.a. Deiner Frau) erklären, wie die Dinge stehen.
Es geht nicht darum, daß Du Dich rechtfertigen
müßtest, sondern darum, daß Du für
Dich selbst und Deine Partnerin einen Weg findest,
eine erfüllte Sexualität zu gestalten. Erfahrungsberichte
von anderen Fetisch-Freunden können zum Beispiel
hilfreich sein zur Orientierung.
Wichtig für ein gutes Gespräch ist - so banal
es klingt - der Zeitpunkt. Warte auf eine Situation,
in der zwischen Euch gute Stimmung herrscht, und Ihr
in Ruhe reden könnt. Sage Deiner Frau, daß
Du Ihr gern etwas über Dich erzählen möchtest,
was sie bislang noch gar nicht weiß. Sage Ihr
auch gleich im Vorfeld, daß Du Angst vor einer
negativen Reaktion hast und frage sie, ob sie bereit
ist, Dir erstmal in Ruhe zuzuhören. Sie wird vermutlich
sehr gespannt und natürlich auch etwas beunruhigt
sein. Sage Deiner Frau zunächst deutlich, daß
Du findest, daß sie "eine tolle Ehefrau"
ist, daß Du sie liebst und begehrst und erwähne
einige besonders positive Punkte Eures bisherigen Sex-
und Ehelebens. Erzähle Deiner Frau dann von Deiner
Faszination, Damenwäsche zu tragen. Ideal wäre
es, wenn Du einen Vorschlag unterbreiten könntest,
wie man Deine Vorliebe in Euer bisheriges Sexleben
einbauen könnte, ohne daß sich sofort alles
radikal ändern muß. Entwerft vielleicht
gemeinsam ein Szenario, in dem Deine Strumpfhose vorkommt
aber auch ein paar besondere Vorlieben Deiner Frau
Platz haben. Auf der Basis Eurer bisherigen guten Ehe
und mit etwas Experimentierfreude und Geduld könnt
Ihr vermutlich auf einen Nenner kommen. Wenn Du merkst,
daß das Thema für Deine Frau sehr heikel
ist, dann warte mit konkreten Vorschlägen, gib
Ihr Literatur und suche schrittweise weitere Gespräche.
Sei' auch ehrlich zu Dir selbst und scheue Dich nicht,
psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen, wenn
Du den Eindruck hast, daß der Drang nach Damenwäsche
zu stark wird und Dich zu sehr belastet. Profis werden
Dich nicht verurteilen, können Dir aber noch bessere
und genauere Hilfestellungen geben. Viel Glück! |
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Frage: Vor kurzem hatte ich das
dringende Bedürfnis beim Verkehr von meiner Frau
geschlagen zu werden. Meine Frau schlug mich auch wie
gewünscht, da sie sehr offen in Sex-Angelegenheiten
ist. Meine Frau sagte nur, daß sie mich nicht
richtig schlagen könnte, da sie dabei Hemmungen
hätte.
Nun meine Fragen:
Dieser Wunsch an sich kam mir schon seltsam vor, und
ich weiß nicht, wie ich damit umzugehen habe.
Da mir das Schlagen sehr gefallen hat, werde ich auch
in Zukunft manchmal meine Frau um diesen Gefallen bitten.
Ich habe danach mit meiner Frau darüber in Ruhe
gesprochen und sie sagte, daß sie es auch weiterhin
machen werde, wenn es denn nicht zu oft passiert.
Wir sind seit 2,5 Jahren glücklich verheiratet
und insgesamt seit über 4 Jahren zusammen. Ich
möchte meine Frau weder überfordern noch
zwingen etwas zu tun, was sie eigentlich nicht mag
oder nur ungern mag. Können Sie mir aus meiner
Ratlosigkeit helfen?
Mit freundlichem Gruß, R. S.
Antwort: Daß bestimmte Formen von körperlichem
Schmerz das Lustempfinden steigern können, ist
seit langem bekannt. In den Medien werden SM-Themen
in letzter Zeit auch stark aufgegriffen. Trotzdem ist
es etwas völlig anderes, ob man ein SM-Pärchen
im Fernsehen sieht oder plötzlich vor der Herausforderung
steht, eigene Wünsche jenseits des Gewohnten in
die Praxis umzusetzen. Zu der Unsicherheit, ob man
überhaupt noch "normal" ist, kommt die
Sorge, wie Partner oder Partnerin auf die Situation
reagieren. Daß Du Dich getraut hast, gleich danach
offen mit Deiner Frau zu sprechen, ist sehr gut. Ebenso
ist es auch sehr gut, daß Deine Frau sowohl ihr
Entgegenkommen als auch ihre Bedenken klar geäußert
hat. Ihr habt also eine Basis von ehrlicher Kommunikation
und könnt darauf aufbauen. In nächster Zeit
könntet Ihr schrittweise genauer erkunden, was
es mit Deinem Wunsch nach Schlägen beim Sex auf
sich hat, und wie Ihr ihn zur beiderseitigen Luststeigerung
in Euer Liebesspiel einbauen könnt. Informiere
Dich in der Literatur und im Internet und versuche,
ein positives Verhältnis zu Deiner neu entdeckten
erotischen Vorliebe für Schläge zu entwickeln.
Es besteht überhaupt kein Grund für Scham-
oder Schuldgefühle deswegen. Sage Deiner Frau
deutlich, daß Du ihre Grenzen respektierst und
ermutige sie, Dir immer klar zu sagen, wenn ihr im
Bett etwas nicht so recht behagt. Es wäre auch
noch die Frage, was genau hinter ihren Hemmungen steckt:
Moralische Bedenken wegen "Perversität"?
Eine psychologische Blockade, weil die dominante Rolle
für sie ungewohnt ist? Angst, Dir zu sehr weh
zu tun? Oder eigene Schmerzgefühle, wenn sie mit
der bloßen Hand zuschlägt? Sprecht darüber
und versucht, Hemmschwellen zu überwinden, sofern
Deine Frau dafür offen ist. Fixiert Euch aber
trotzdem nicht zu sehr auf diese Geschichte mit den
Schlägen. Kultiviert alle Facetten Eures Sexlebens.
Nehmt die aktuelle Situation zum Anlaß, mal wieder
ausführlicher über Eure sinnlichen Wünsche
zu sprechen. Vielleicht hat Deine Frau ja auch noch
eine geheime Leidenschaft, mit der sie jetzt herausrücken
könnte ... |
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Frage: Meine Frau möchte
mich gerne mal mit ihren Tüchern fesseln und knebeln.
Ich möchte das zwar auch, aber wie soll ich mich
dabei anstellen und wie muß ich mich dabei verhalten?
Insbesondere weil sie mir eines ihrer Tücher dabei
in den Mund stopfen möchte. Ansonsten find ich
die Idee Fesselung mit ihren Tüchern ja nicht
schlecht, denn ich kuschele sehr gerne damit. Aber
beim Fesseln habe ich eher wenig Erfahrung, deswegen
bitte ich um Ihre Meinung.
Unser zweites Problem ist, daß wir Kinder haben
und Angst haben, daß sie beim Sex reinplatzen
könnten. Nicht nur bei Bondage sondern überhaupt,
denn das wäre ja nicht gut, besonders für
die Kinder. Können Sie uns da helfen? Herzlichen
Dank ...
M.R.
Antwort: Als freiwilliges "Opfer"
der Fesselung hast du den Vorteil, daß Du gerade
nichts besonderes machen kannst und sollst. Schließlich
geht es darum, Deine Verhaltensmöglichkeiten für
die Zeit der Fesselung drastisch einzuschränken.
Gerade wenn Ihr mit Bondage anfangt, solltet Ihr Euch
aber in Sachen Sicherheit schlau machen, damit nicht
etwa durch ungünstiges Material oder falsche Knoten
Nerven abgeklemmt werden. Schaut doch einfach mal ins
"Bondage-Handbuch", den Einsteiger-Leitfaden
für Fetisch von adultshop.de oder sonstige einschlägige
Literatur zum erotischen Fesseln. Was das Knebeln betrifft,
hast Du vielleicht Bedenken, weil Du Dich dann nicht
mehr äußern kannst, wenn Dir etwas zu viel
wird oder nicht gefällt. Hierzu ist es wichtig,
daß Ihr im Vorfeld verabredet, wie Du Deiner
Frau auch im gefesselten und geknebelten Zustand signalisieren
kannst, daß Du aufhören willst (z.B. durch
Kopfschütteln oder ähnliches). Was das Problem
mit den Kids betrifft, so solltet Ihr Euch zum Sex
am besten in einen abschließbaren Raum zurückziehen
und Euren Kids vorher sagen, daß Ihr nun etwas
Zeit für Euch wollt. Sofern es nicht möglich
oder gewünscht ist, daß Ihr Euch zum Sex
einschließt oder die Kinder anderweitig unterbringt,
müßt Ihr damit rechnen, doch irgendwann
einmal überrascht zu werden. Das ist jedoch kein
Grund zur Panik. Sagt Euren Kindern dann ruhig und
bestimmt, daß sie Euch gerade beim Liebesspiel
stören und beantwortet ansonsten altersgerecht
ihre Fragen zum Thema. Viel schädlicher, als die
Eltern mal kurz beim Sex zu sehen, ist es für
Kinder doch, in einem lieblosen und lustlosen Elternhaus
aufzuwachsen. |
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Frage: Ich habe einen Freund,
der in die SM-Richtung tendiert, aber nicht nur Härte
und Dominanz beweisen will, sondern alles nur im Gummi-Outfit
will. Ich muß sozusagen unkenntlich sein; nur
mit Latexmaske, Handschuhen, etc. Er selbst faßt
mich auch nur mit Handschuhen etc. an. Im Prinzip ist
ja alles schön und gut, mir gefallen die Rollenspiele
auch! Aber was sagt die Psychologin dazu??? Liebt er
mich wirklich oder nur eine imaginäre Fremde,
die ich ihm vorspielen muß??? Warum faßt
er mich nicht mal "direkt" an oder liebt
mich hin und wieder ganz "normal"?
Danke! Ihre Doris
Antwort: Wenn uns bestimmte Gegenstände,
Kleidungsstücke oder Körperteile sexuell
ganz besonders erregen, dann spricht man von einem
"Fetisch". Spitzenunterwäsche oder Gummi-Outfit,
Brust oder Fuß sind Beispiele. Manche Fetische
sind in unserer Kultur so verbreitet, daß sie
gar nicht mehr als solche auffallen. Während beispielsweise
Fußliebhaber typischerweise als "Fußfetischisten"
bezeichnet werden, kommt niemand auf die Idee, Brustliebhaber
als "Brustfetischisten" zu bezeichnen. Und
das Tragen von Reizwäsche wird im Unterschied
zum Tragen von Gummi-Outfits ebenfalls nicht mit Fetischismus
in Zusammenhang gebracht. Obwohl wir alle unsere sexuellen
Fetische haben, werden also nur die seltener vorkommenden
und exotischer wirkenden Fetische im Alltag auch so
bezeichnet, was nicht selten mit einer gewissen Abwertung
einhergeht. Dabei ist es aus psychologischer Sicht
zunächst einmal egal, ob man nun einen gewöhnlichen
oder einen eher ungewöhnlichen Fetisch hat. Beides
ist völlig "normal", wobei es Personen
mit ungewöhnlichem Fetisch teilweise etwas schwerer
haben, Partnerinnen oder Partner zu finden. Fetischismus
wird in der Psychologie nur dann als Störung betrachtet,
wenn eine Person in ihrer Sexualität völlig
auf den Fetisch fixiert ist und unter dieser Fixierung
selbst leidet oder anderweitige ernsthafte Probleme
entstehen. Sprich: Solange es Euch beiden gut geht,
ist gegen den Gummifetischismus nichts einzuwenden.
Wenn Du Dir sexuell etwas mehr Abwechslung wünscht
und auch mal das Gummi-Outfit weglassen möchtest,
dann besprich das mit Deinem Freund. Auch wenn er im
Liebesspiel bewußt die dominante Rolle einnimmt,
kannst Du natürlich Deine Wünsche anbringen.
Schrittweise könntet Ihr versuchen, jenseits von
SM und Gummi Euer Spektrum zu erweitern. Es könnte
jedoch sein, daß Dein Freund mehr an dem Gummi-Fetisch
hängt, als ihm selbst lieb ist, so daß es
ihm sehr schwer fällt, ohne den Fetisch befriedigenden
Sex zu erleben. In dem Fall wäre es gut, eine
Beratungsstelle aufzusuchen. Eine professionelle Beratung
kann helfen, dieses starre Muster aufzuknacken, damit
der Fetisch mehr zum Genuß beiträgt und
weniger als Zwang erlebt wird. Telefonnummern von Beratungsstellen
findet Ihr im Telefonbuch. Falls Dein Freund sich für
diesen Schritt entscheidet, hilft es ihm vielleicht,
wenn Ihr zu zweit zur Beratung geht. Andererseits ist
aber auch die Frage, ob Ihr die starke Gummi-Fixierung
überhaupt als Problem definieren müßt.
Schließlich ist die Art und Weise, wie Sex stattfindet,
nicht der einzige Gradmesser für Liebe. Wie Dein
Freund zu Dir steht, zeigt sich nicht nur im Bett,
sondern in vielen Situationen im Alltag. Hast Du den
Eindruck, daß Du auch im Alltag oft eine Rolle
spielst, oder er sich nicht wirklich für Dich
und Deine Gefühle interessiert? Falls das zutrifft,
solltet Ihr auch dort ansetzen und Beziehungsprobleme
nicht auf den Fetischismus schieben. Da Du Dir seiner
Gefühle unsicher bist, ist es auf jeden Fall wichtig,
daß Ihr offen miteinander sprecht. |
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