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Willkommen auf unserer
Internetpräsenz! |

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Dr. Sexpert ist eine Diplom-Psychologin
aus Deutschland. Hier ist das Archiv ihrer Antworten
zu Herzschmerz, Lustfrust und Liebeswehwehchen. Du
findest hier kompetente Beratung zu Liebe, Sex, Beziehungen
sowie sexuellen Vorlieben, Praktiken und Problemen.
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Thema Beziehungsfragen
- sexuell
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Frage: Ich bin seit vier Jahren
mit meiner Freundin zusammen, und jetzt will sie mich
verlassen. Es ist nicht, daß sie mich nicht liebt,
nur daß sie auch mit anderen schlafen will und
so weiter. Sie will ihre Freiheit; sie war erst 17
als wir zusammenkamen und hatte vorher noch keinen
richtigen Freund. Sie sagt, sie liebt mich, aber sie
will mir nicht wehtun. Ich kann mir ein Leben ohne
sie nicht vorstellen. Auch wenn es wehtäte, dann
soll sie lieber fremdgehen. Wie kann ich sie nur halten?
Bitte helfen Sie mir, ich weiß nicht mehr weiter
...
K. P.
Antwort: Hallo! Ihr befindet Euch wirklich in
einer paradoxen Situation: Trennung aus Liebe? Was
sich in den letzten vier Jahren zwischen Euch entwickelt
hat an Zuneigung, Verständnis und Liebe, ist viel
wert und sollte nicht vorschnell aufgegeben werden.
Gerade Bindungen, die in jungen Jahren entstehen, können
sehr tief gehen und lassen sich nicht einfach als belanglose
"Jugendliebe" abtun.
Es ist deshalb gut, daß Du zunächst an der
Beziehung festhältst. Verständlich ist aber
auch der Freiheitsdrang Deiner Freundin. Ebenso wie
manche Menschen vorschnell Beziehungen aufgeben, halten
andere verkrampft an ihren Zweierkisten fest, weil
sie Angst vor dem Alleinsein haben. Und das böse
Erwachen kommt dann im höheren Alter, wenn man
feststellt, das Leben verpaßt zu haben. Eine
frustrierte verbitterte Ehefrau will Deine Freundin
offensichtlich nicht werden, sondern das Leben auskosten.
Ihre Lebensfreude und ihr Lebenshunger müssen
sich dabei nicht automatisch gegen Dich richten. Mit
Geduld, Veränderungsbereitschaft und Glück
kann Eure Beziehung sich sogar verbessern.
Oft werden Bindungswunsch und Freiheitsdrang gegeneinander
ausgespielt: Entweder monogame Partnerschaft oder sexuelle
Freiheiten als Single. Für viele Menschen wäre
statt dieser beiden Extreme jedoch ein goldener Mittelweg
viel besser. Man kann eine liebevolle und verantwortungsvolle
Partnerschaft führen und sich gleichzeitig auch
- im gegenseitigen Einvernehmen - sexuelle Freiheiten
zugestehen. Oft wird behauptet, daß solche "offenen
Beziehungen" oder "offenen Ehen" wegen
Eifersucht grundsätzlich nicht klappen können.
Aber das stimmt nicht. Sicher ist es nicht einfach,
mit der immer wieder aufkommenden Eifersucht, mit Verlustangst
oder Enttäuschung umzugehen - aber es kann sich
lohnen, diese Mühen auf sich zu nehmen, um eine
reifere und tragfähigere Beziehung zu entwickeln,
in der beide sich entfalten können und Heimlichkeiten,
Fremdgehen und Lügen nicht notwendig sind.
Überlegt beide, ob Ihr Euch auf das gemeinsame
Abenteuer einer "offenen Beziehung" einlassen
wollt. Lest vielleicht auch entsprechende Literatur,
denn es gibt durchaus Paare, die hier Vorbild sein
können. Wenn Du das Verhalten Deiner Freundin
jedoch weiterhin als "fremdgehen" erlebst,
es nur zähneknirschend erduldest, um sie nicht
zu verlieren, dann entfernt Ihr Euch voneinander und
solltet Euch lieber doch trennen, damit es nicht in
eine endlose Quälerei für Dich ausartet. |
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Frage: Ich würde gerne von
Ihnen wissen, ob es normal ist, wenn ich immer Sex
haben will? Ich bin jetzt schon 3,5 Jahre mit meiner
Frau zusammen, und sie befriedigt mich auch immer,
aber ich könnte am nächsten Tag schon wieder,
aber das möchte meine Frau nicht immer so gerne.
Also habe ich mir überlegt, eine Lustmuschi aus
Ihrem Shop zu bestellen! Glauben Sie, ich sollte es
lieber nicht tun? Bitte geben Sie mir einen Rat, denn
ich weiß nicht mehr weiter!!!
MfG, Thomas
Antwort: Hallo Thomas. Lust auf Sex ist völlig
normal. Wichtig ist es jedoch, wie man mit der Lust
umgeht. Das betrifft sowohl den Umgang mit der eigenen
Person als auch mit der Beziehung. Solosex, also Sex
mit sich selbst, ist kein Ersatz für Partnersex,
sondern einfach eine andere, gleichberechtigte Ausdrucksform
von Sexualität. Es gibt keinen Grund, sich dafür
zu schämen und das zu unterdrücken. Du kannst
auf Sexspielzeug zurückgreifen oder es Dir mit
der Hand machen, Du kannst Bücher, Magazine und
Filme anschauen oder einfach nur Deine Phantasie spielen
lassen. Wichtig ist es, Solosex wirklich als angenehmes
Erlebnis im Alltag zu genießen und nicht nur
auf schnelle Triebabfuhr am Waschbecken zu reduzieren.
Viele Menschen klagen heute über ständige
Lustlosigkeit und Langeweile und würden gern mal
wieder ihren Sextrieb spüren. Also mach' das beste
draus und genieße es, Dich selbst zu befriedigen.
Was die Beziehung zu Deiner Frau bestrifft, so solltest
Du darauf achten, daß Du sie nicht unter Druck
setzt oder sie das Gefühl bekommt, nur aus Pflichtgefühl
Sex haben zu müssen. Das tötet nämlich
die Leidenschaft und erzeugt viel Frust in der Ehe.
Gut wäre es, wenn Du Dich manchmal bewußt
zurückhältst und von Deiner Seite keinen
Sex initiierst, damit Deine Frau die Gelegenheit hat,
auf Dich zuzukommen.
Setze Dich auch dafür ein, das Liebesleben mit
Deiner Frau abwechslungsreich zu gestalten und ihre
Wünsche kennenzulernen und - soweit es Dir möglich
ist - auch zu erfüllen. Das betrifft bestimmte
Sextechniken ebenso wie Zärtlichkeiten, die nicht
unbedingt auf Sex hinauslaufen. Manchmal kommt ein
starkes Bedürfnis nach häufigem Sex auch
daher, daß der Sex, den man hat, nicht tief genug
erlebt wird. Das ist dann häufig eine Frage von
emotionaler Nähe. Sorge für romantische Momente,
geht mal wieder zusammen aus oder unternehmt einen
Wochenendausflug - Entspannung, Erholung und Geborgenheit
bringen nicht nur die Beziehung zum Aufblühen,
sondern sind auch ein gutes Mittel gegen unangenehme
Gefühle der Unruhe und des Getriebenseins. |
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Frage: Ich hatte jetzt mit meinem
Freund schon ca. 20 bis 25 mal Sex, und wir sind seit
ungefähr 3 Monaten zusammen, aber beim Sex habe
ich nicht das unbeschreiblich tolle Gefühl, von
dem alle immer so reden. Ich weiß nicht wieso,
aber irgendwie macht mich das schon fertig. Woran kann
das liegen? Ich bin auch in der ganzen Zeit nicht einmal
gekommen, nur bei anderen Sachen, aber nicht beim Sex.
Es ist alles echt sehr wichtig - ich habe Angst, daß
deswegen meine Beziehung kaputt geht.
Danke, Deine Isi
Antwort: Hallo Isi! Na klar ist Dein Problem
wichtig. Schließlich geht es um Deinen Spaß
beim Sex, um Dein Selbstwertgefühl und um Eure
Beziehung. Zu Deiner Beruhigung kann ich Dir sagen,
daß viele junge Beziehungen mit haargenau demselben
Problem zu kämpfen haben. Ihr seid da eher die
Regel als die Ausnahme - auch wenn es natürlich
kaum jemand freiwillig zugibt, sexuelle Probleme zu
haben.
Und noch eine gute Nachricht: Mit Dir ist alles in
Ordnung! Daß Du beim Geschlechtsverkehr nicht
automatisch ein "unbeschreiblich tolles Gefühl"
hast, ist völlig normal. Geschlechtsverkehr ist
nämlich nicht mit Sex gleichzusetzen. Er ist nur
ein möglicher Bestandteil des Liebesspiels und
funktioniert auch nur in Kombination mit anderen sexuellen
Dingen. Einfach den Penis in die Vagina zu stecken
erzeugt in der Regel keinen besonders positiven Effekt
bei der Frau - und so ist Sex ja auch nicht gedacht.
Sich körperlich zu lieben bedeutet doch, sich
miteinander wohlzufühlen, sich zu spüren
und auch zum Höhepunkt zu kommen. Aktionen, bei
denen man nichts empfindet oder die sogar wehtun, können
eigentlich nicht zum Sex gezählt werden. Dafür
sind alle Dinge, die Dich anmachen, feucht machen und
bei denen Du kommst, 100%iger Sex. Ändert Eure
Einstellung und konzentriert Euch beim Sex auf die
sexuelle Lust und nicht auf das Ziel Geschlechtsverkehr.
Wenn Ihr eine Weile guten Sex ohne Geschlechtsverkehr
hattet, bekommst Du vielleicht Lust, es wieder zu probieren.
Dann achtet auf Verhütung. Geht behutsam vor und
vergeßt auch nicht, Deinen Kitzler zu streicheln,
während Ihr zusammen schlaft. Wenn Du z.B. auf
Deinem Freund sitzt, kannst Du selbst Deinen Kitzler
gut erreichen oder Dich von Deinem Freund streicheln
lassen. Einen "freihändigen" Orgasmus
haben nur wenige Frauen, schließlich ist nicht
die Vagina das Lustzentrum, sondern eben der Kitzler.
Es gibt noch viel zu entdecken und auszuprobieren und
Dein Freund ist hoffentlich mit von der Partie. Sprich
mit ihm und beschließt gemeinsam, daß Euer
Sex auf Spaß und nicht auf Streß hinauslaufen
soll. Manche Jungen und Männer wollen sich dieser
Vorstellung leider nicht anschließen und lieber
stereotyp Geschlechtsverkehr durchziehen. Falls Dein
Freund zu dieser Sorte gehört, solltest Du Dich
lieber von ihm verabschieden, anstatt Dich länger
mit schlechtem Sex herumzuärgern. |
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Frage: Ich habe zur Zeit große
Probleme mit meinem Freund - er hat einfach keine Lust.
Ich bin 23 und er ist 32. Er sagt, daß man(n)
in diesem Alter eben etwas ruhiger wird. - ETWAS??
- Dann haben wir in 2 Jahren gar keinen Sex mehr.
Wir wohnen seit 2 Monaten zusammen, haben jeden Abend
die Möglichkeit und am Wochenende sowieso. Er
sagt, er hätte zuviel Streß (wenn ich Streß
habe, brauche ich gerade Sex). Meine Exfreunde wollten
nie woanders sein, als im Bett mit mir (mein Ex war
sogar nach 5 Jahren noch scharf wie ein Radieschen
auf mich). Ich traue mich schon gar nicht mehr ihn
anzumachen, weil ich Angst habe, wieder einen Korb
zu bekommen.
Dabei bekommt er im Bett von mir alles, was er will
(und das ist sehr viel mehr als meine Freundinnen je
zulassen würden). Er meinte auch, daß er
noch nie so guten Sex hatte wie mit mir. Zu Anfang
unserer Beziehung ist er sogar beim Sex ein paar mal
fast in Ohnmacht gefallen. Was kann ich nur gegen diese
Bequemlichkeit tun?? Jetzt sagen Sie bitte nicht, mit
ihm reden. Das habe ich schon ein paar mal versucht,
und dann heult er mich nur wieder voll, was er doch
für Probleme hat (meine Probleme erzähle
ich ihm schon gar nicht mehr).
Gibt es nicht irgendwas, wie ich ihn hintenherum wieder
zu mehr Lust und vor allem Aktivität (er sitzt
nur auf der Couch) bringen könnte? BITTE, BITTE
HELFEN SIE MIR.
Liebe Grüße, Melanie
Antwort: Hallo Melanie! Deine Schilderung beweist
einmal wieder, daß der ewig sexgeile und schwanzgesteuerte
Mann ein Mythos ist. Es ist ja ganz gut, daß
Männer in Wirklichkeit doch noch andere Dinge
als nur Sex beschäftigen. Aber wenn man sie kaum
noch ins Bett bekommt, wird es natürlich frustrierend.
Bei Euch scheinen verschiedene Faktoren eine Rolle
zu spielen:
Zunächst einmal gibt es einfach unterschiedliche
Bedürfnisse, was Sexhäufigkeit betrifft,
die lassen sich auch mit noch so guten "Tricks"
leider nicht ganz beseitigen. Auch die Sache mit dem
Streß ist ernstzunehmen: Manche Menschen (so
wie Du) wollen gerade in stressigen Phasen Sex, weil
er entspannt, andere Menschen (so wie Dein Freund)
werden durch Streß einfach nur gereizt und lustlos.
Euer Zusammenwohnen könnte durch ein Übermaß
an Nähe und Alltäglichkeit den sexuellen
Reiz reduzieren. Ebenso kann - paradoxerweise - die
Gewissheit gegenseitiger Liebe und ständiger sexueller
Bereitschaft abturnend wirken: Die Herausforderung
fehlt, Sex wird zur Gewohnheit oder gar zur Pflicht.
Was also könntest Du tun? Hier ein paar Anregungen:
Akzeptiere die etwas ruhigere Art Deines Freundes.
Hilf ihm, im Alltag Streß abzubauen. Sorge für
Deinen eigenen sexuellen Spaß, es gibt genügend
Möglichkeiten, wie Du Dich mit Dir selbst vergnügen
kannst. Das ist kein Ersatz für Sex mit Deinem
Partner, aber trotzdem gut für's seelische Gleichgewicht.
Setze Deinen Freund nicht unter Druck, sonst zieht
er sich noch mehr zurück.
Überlegt auch, ob Ihr vielleicht mit getrennten
Wohnungen oder mit mehr getrennten Freizeitaktivitäten
besser fahrt und mehr Pep in Euren Alltag bringt. Betätige
Dich nicht als Therapeutin Deines Freundes, da entwickelt
er nur Widerstand. Verändere lieber Dein eigenes
Verhalten: Sorge für Abwechslung, neue Aktivitäten
und Spaß in Deinem Leben. Mach Deine Laune nicht
davon abhängig, wie genervt oder müde Dein
Freund ist. Wenn Du aus Deiner momentanen Rolle als
"frustrierte Ehefrau" ausbrichst und aktiv
wirst, entscheidet sich Dein Freund vielleicht nach
einer Weile auch zu Verhaltensänderungen. Wenn
nicht, wirst Du vermutlich glücklicher mit jemandem,
der im Lebenstempo und Sexstil besser zu Dir paßt.
Viel Glück! |
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Frage: Ich bin beim Sex sehr laut
und stöhne und rede viel. Bisher hat es keinen
gestört, aber mein neuer Partner sagt, es turnt
ihn richtig ab. Ich kann mich aber kaum zurückhalten,
es kommt eben einfach über mich. Was würden
Sie uns zur Lösung raten?
R.K.
Antwort: Hallo! Dein neuer Partner sollte sich
eigentlich freuen, daß Du bei Eurem Sex so abgehst.
Nun hat er dummerweise einen anderen Geschmack und
scheint bislang stillen Sex vorzuziehen. Das ist vermutlich
doppelt blöd für Dich: Du müsstest praktisch
Deine eigene Lust zügeln, um leiser zu werden
- und wer verdirbt sich schon gern selbst den Spaß?
Zudem ist es natürlich auch etwas traurig, wenn
dem Partner die eigenen sexuellen Besonderheiten nicht
gefallen. Da kann man sich schon auch zurückgewiesen
fühlen. Aber vielleicht ist ja noch etwas zu machen.
Du solltest zunächst genauer ergründen, worin
die Ablehnung Deines Partners liegt und worauf sie
sich exakt bezieht. Vielleicht steht Peinlichkeit im
Vordergrund und die Angst, die Nachbarn oder Kinder
könnten etwas hören. Hier müsstet Ihr
dann halt für Bedingungen sorgen, in denen Ihr
definitiv keine Ohrenzeugen habt.
Du könntest auch überlegen und Deinen Freund
fragen, ob es vielleicht einzelne Worte oder Wendungen
sind, die ein rotes Tuch für ihn darstellen, etwa
weil sie unangenehme Assoziationen wachrufen oder von
ihm einfach als zu vulgär empfunden werden. Falls
es sich um eine abgrenzbare Abneigung gegen bestimmte
Formulierungen handelt, kannst Du Dich vielleicht darauf
einstellen, ohne ganz zum Schweigen verurteilt zu sein.
Vielleicht gibt es ja sogar einige Dinge, die er ganz
gerne hört und die Du verstärkt verlauten
lassen könntest. Schließlich kannst Du auch
probieren, ob er sich vielleicht nach und nach an Deinen
Stil gewöhnt. Vielleicht kannst Du Dich anfangs
ein bißchen zurückhalten und dann mit der
Zeit langsam wieder steigern, so daß er Gelegenheit
hat, sich auf lauten Sex einzustellen. Wenn Ihr Euch
ansonsten gut versteht und der Sex Spaß macht,
ist ja doch oftmals auch mit beiderseitigem Entgegenkommen
und mit Lerneffekten zu rechnen. Falls sich die Sache
aber auf Dauer nicht einspielt, mußt Du vielleicht
auch anerkennen, daß Ihr sexuell nicht ganz auf
derselben Wellenlänge seid. |
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Frage: Ich bin 28 Jahre alt und
seit 2 Jahren mit meinem Freund zusammen. Langsam stellt
es sich heraus, daß wir beide sehr unterschiedliche
Ansichten über Häufigkeit von Sex und haben.
Ich möchte mindestens ein- oder zweimal die Woche
Sex haben, leider passiert das sehr wenig oder überhaupt
nicht. Ich kann mich sehr glücklich schätzen,
wenn ich zwei- bis dreimal im Monat Sex habe, in den
letzten Monaten sogar nur einmal. Unser Sexualleben
beschränkt sich nur auf Küssen und Umarmungen.
Wir gehen nicht einmal zusammen schlafen, weil er noch
ein bißchen fernschauen oder Musik hören
will.
Derzeit arbeite ich nicht (früher als wir uns
kennengelernt haben, hatte ich noch einen Job), sondern
lerne ich für die Uni zu Hause. Mein Freund arbeitet
sehr viel bis spät am Abend. Ich habe Verständnis,
daß er viel Streß hat und immer müde
nach Hause kommt. Ich versuche auch, zu verstehen,
daß er immer öfter seine Ruhe und Privatsphäre
haben will. Ich versuche eine gute Hausfrau und jederzeit
für ihn da zu sein und nicht etwas unangemessenes
zu machen.
Seit längerer Zeit weiß ich, daß er
masturbiert. Damals, als ich das herausgefunden habe,
ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Heute
versuche ich, mich zu beruhigen, daß es nicht
so schlecht ist. Mich stört es nur, daß
ich nicht daran teilnehmen kann. Wir haben ein paar
Mal darüber geredet. Für ihn ist Sex nicht
das wichtigste in einer Beziehung. Er hält nicht
viel von Reizwäsche, Videos oder Kerzenschein.
Ich weiß nicht, was ich machen soll, denn durch
meinen "Drang" wird die Beziehung immer schlechter
und er will immer weniger. Soll ich diese Situation
einfach akzeptieren, mich auf meine Prüfungen
konzentrieren und auf bessere Zeiten warten? Ich möchte
ihn nicht verlieren.
Vielen Dank, Amalia
Antwort: Hallo Amalia! Daß Ihr momentan
in einem "Teufelskreis" steckt, hast Du ja
schon selbst bemerkt: Je unzufriedener Du bist, umso
mehr zieht Dein Freund sich zurück und umso größer
wird Dein Frust usw. Jetzt geht es darum, diesen Teufelskreis
zu durchbrechen. In Eurer Beziehung besteht sehr viel
Nähe: Du bist den ganzen Tag zu Hause, kümmerst
Dich um alles, bist anhänglich, willst Sex. Im
Prinzip ist Nähe in einer Partnerschaft sehr schön,
aber es kann eben auch etwas zu viel werden. Dann ist
die Nähe nicht wohltuend, sondern wirkt einengend
und erstickend, obwohl man das gar nicht will.
Versuche doch, etwas mehr Freude am Leben zu finden
jenseits der Partnerschaft. Damit meine ich nicht,
daß Du fremdgehen sollst. Suche Dir ein geselliges
Hobby, vielleicht einen Kochkurs, Bauchtanz, einen
Sprachkurs oder einen Sportverein. Knüpfe neue
Kontakte und entwickle eigene Interessen - damit verhältst
Du Dich nicht "unangemessen". Im Gegenteil:
Dein Freund wird froh sein, wenn Du gute Laune hast,
weil Du etwas Schönes erlebst und nicht die ganze
Zeit auf ihn wartest, damit er Dich aufmuntert. Gestalte
Deinen Alltag neben dem Lernen aktiver und geselliger,
dann wirst Du Dich zufriedener fühlen.
Genieße Dein sexuelles Verlangen auch für
Dich allein. Du kannst mit Dir selber spielen, Filme
anschauen, Bücher lesen - was immer Dir Spaß
macht. Das soll kein "Ersatz" sein für
Sex mit Deinem Mann, sondern einfach eine Möglichkeit,
Dir selbst Freude zu bereiten. Es gibt neben der Sexualität,
die man mit dem Partner teilt, auch immer die eigene
Sexualität, das ist eine ganz natürliche
Ergänzung. Konservativ erzogene Frauen haben oft
große Angst, zu "egoistisch" zu sein.
Sie opfern sich lieber für andere auf, weil sie
denken, daß sonst die Beziehung auseinanderbricht
oder sie abgelehnt werden. Paradoxerweise ist es aber
gerade so, daß dieses Sich-Aufopfern und Ganz-auf-eine-Person-Konzentrieren
von der Gegenseite oft nicht als Liebesbekundung, sondern
als Belastung empfunden wird. Denn bei einer Frau,
die sich völlig für ihren Mann aufopfert,
geht die Welt unter, wenn der Mann sich nicht ständig
optimal um sie kümmert. Und damit fühlt sich
der Mann unter Druck gesetzt.
Ich denke, Du profitierst auf alle Fälle, wenn
Du Dir Betätigungsfelder außerhalb Deiner
Beziehung suchst, mehr Spaß hast, Deinen "Drang"
durch lustvolle Selbstbefriedigung abbaust und insgesamt
selbständiger wirst. Wenn Du Deinem Mann nicht
nur zähneknirschend mehr Privatsphäre läßt,
sondern selbst öfter mal beschäftigt und
unterwegs bist, wird er vielleicht wieder mehr aus
seinem Schneckenhaus herauskommen. Auch Du wirst mit
der Zeit neue Perspektiven und Stärken entwickeln.
Viel Glück und viel Erfolg für die Prüfungen! |
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Frage: Ich bin 38 Jahre alt, glücklich
verheiratet, 2 Kinder (13 und 9 Jahre). In den langen
Jahren der Partnerschaft nahmen wir uns 3 bis 4 mal
pro Woche Zeit für den Austausch von Zärtlichkeiten.
Ein langes ausgiebiges Vorspiel (meist hat meine Frau
dabei bereits einen Orgasmus) gehörte dazu. Für
mich war es dabei kein Problem, meinen Orgasmus zu
steuern und somit erst nach einem langen Spiel zum
Samenerguß zu kommen.
Seit ein paar Monaten habe ich eine neue Position im
Außendienst. Dies bedeutet, daß ich häufig
auf Dienstreisen bin. Am Wochenende ist somit erst
die Zeit für Zärtlichkeit. Leider ist es
aber so, daß ich meine Erregung kaum noch steuern
kann. Kurz gesagt: Ich komme immer sehr schnell zum
Orgasmus. Dabei ist es schon passiert, das ich bereits
während des Vorspiels, als ich meine Frau oral
stimulierte, ohne Stimulation zum Samenerguß
kam. Irgendwie weiß ich nun nicht mehr, wie ich
mit der Situation umgehen soll. Für ein erfüllendes
Sexualleben würde ich vieles tun, jedoch weiß
ich nicht, was ich noch tun soll. Zum Arzt habe ich
mich bisher nicht getraut, um mir vielleicht medizinische
Hilfe (wenn es denn irgendwelche Medikamente gibt)
zu holen. Deshalb war ich sehr froh, auf Ihre Adresse
gestoßen zu sein, vielleicht können Sie
mir ja helfen und mir ein paar Ratschläge geben.
Mit freundlichen Grüßen, Frank
Antwort: Hallo Frank! Es ist verständlich,
daß Du am Wochenende Schwierigkeiten hast, Deinen
Orgasmus zu kontrollieren - nach tagelanger Abstinenz
unter der Woche reagierst Du auf das Zusammensein mit
Deiner Frau einfach sehr stark. Ich könnte mir
vorstellen, daß drei Dinge Dir helfen, den Zeitpunkt
Deines Orgasmus' auch unter den neuen Bedingungen der
Wochenend-Ehe besser zu kontrollieren:
-
Zunächst einmal kannst Du auf die
klassischen körperlichen Methoden zur Orgasmuskontrolle
zurückgreifen: Nach der sogenannten "Start-Stopp-Methode"
solltest Du beim Liebesspiel mit Deiner Frau langsam
vorgehen und immer dann stoppen, wenn Du den Orgasmus
näherkommen spürst. Laß das Gefühl
abklingen und mach' erst dann weiter. Mit etwas Übung
kannst Du auf diese Weise Dein Körperempfinden
verbessern und verhindern, von einem plötzlichen
Orgasmus überrascht zu werden. Zudem kannst Du
durch Anspannen der Beckenbodenmuskulatur eine Ejakulation
unterdrücken. Deine Beckenbodenmuskulatur trainierst
Du am besten, indem Du die Muskeln, die für das
Zurückhalten bzw. Herauspressen von Stuhl und
Urin zuständig sind, im Wechsel anspannst und
entspannst. Man nennt dieses Training der Beckenbodenmuskulatur
auch "Kegel-Übungen" nach dem amerikanischen
Arzt Arnold Kegel. Eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur
beugt vorzeitigem Kommen vor.
-
Zudem könntet Ihr versuchen, trotz
räumlicher Trennung sexuell in Verbindung zu bleiben,
etwa per E-Mail, Chat, Brief oder Telefon. Das mag
am Anfang vielleicht etwas ungewohnt oder gar peinlich
wirken, kann aber in Eurer Sexualität neue Akzente
setzen. Ihr könnt Euch zum Beispiel durch erotische
Briefe oder heiße Telefonate, bei denen Ihr Eure
Phantasien austauscht und gemeinsam zum Höhepunkt
kommt, Befriedigung verschaffen, so daß gar nicht
erst so lange abstinente Durststrecken entstehen.
-
Es ist auch überhaupt nichts dagegen
zu sagen, wenn Du für Dich alleine masturbierst.
Du mußt es ja nicht lieblos im Bad tun, sondern
kannst Dir Zeit nehmen und im Geist schöne Erinnerungen
wachrufen oder aufregende Pläne schmieden. Konzentriere
Dich nicht auf schnelle Spannungsabfuhr, sondern genieße
Deinen Körper und laß Deinen Gedanken freien
Lauf
Selbstbefriedigung ist kein Ersatz für Sex
mit einem anderen Menschen, aber eine gute Möglichkeit,
sich zu verwöhnen und sexuell ins Gleichgewicht
zu kommen. |
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Frage: Mein Name ist Oliver und
ich bin 27 Jahre alt. Meine Freundin und ich sind jetzt
etwa 6 Monate zusammen, und es stellt sich langsam
heraus, daß wir beide sehr unterschiedliche Ansichten
über die Häufigkeit von Sex und Geschlechtsverkehr
haben. Ich möchte meistens jeden Tag Sex haben,
und meine Freundin höchstens zwei- bis dreimal
die Woche. Manchmal sogar noch weniger. Ich weiß
nicht, was ich weiter machen soll, denn durch meinen
"Drang" wird die Beziehung immer schlechter,
und sie will immer weniger. Zuerst wollte sie Zeit
haben, aber ich habe das Gefühl, daß sich
nichts verändert. Natürlich wird das Problem
immer größer, denn ich versuche es jetzt
mittlerweile ständig, und sie macht immer mehr
zu. Soll ich mir den Sex woanders holen, oder wie soll
ich es anstellen. Ich weiß nicht mehr weiter
und bin sehr verzweifelt. Hat die Beziehung vielleicht
überhaupt keinen Sinn mehr?
Liebe Grüße, Oliver
Antwort: Hallo Oliver. Die Situation hört
sich für Euch beide sehr unangenehm an, und es
wäre wirklich an der Zeit, etwas zu verändern.
Daß Ihr Euch in einem Teufelskreis befindet,
hast Du ja schon selbst bemerkt: Je mehr Du Deine Freundin
bedrängst, umso mehr zieht sie sich zurück.
Abgesehen von dem sexuellen Frust kommt so auch emotionale
Distanz dazu. Setze Dich mit Deiner Freundin zusammen
und beratschlagt gemeinsam, was zu tun ist. Seid ehrlich
und klärt zunächst, ob wirklich noch eine
gemeinsame Basis vorhanden ist: Liebt Ihr Euch? Wollt
Ihr zusammenbleiben? Seid Ihr bereit, in sexueller
Hinsicht einen fairen Kompromiß zu suchen? Wenn
Ihr diese Fragen mit "ja" beantworten könnt,
geht es darum, Euer bisheriges Sex-muster zu verändern.
Du solltest zum Beispiel versuchen, Deinen "Drang"
etwas in den Griff zu bekommen. Es ist nicht besonders
schön für Deine Freundin, wenn sie das Gefühl
hat, daß Du nur mit ihr ins Bett willst, weil
Du notgeil bist. Suche Dir deshalb unabhängig
von Deiner Freundin lustvolle Möglichkeiten der
Befriedigung. Du mußt ja nicht gleich fremdgehen,
sondern kannst Dich auch einfach öfter mal selbst
befriedigen. Zudem könntet Ihr Eure Definition
von Sex überprüfen. Vielleicht hält
Deine Freundin Dich manchmal auf Abstand, weil sie
keinen Geschlechtsverkehr will und weiß, daß
körperliche Nähe bei Dir immer schnell auf
das "eine" hinausläuft. Wenn Du ihr
zum Beispiel klarmachst, daß es beim Kuscheln,
Küssen oder gemeinsamen Masturbieren bleiben kann,
ohne daß es weiter geht, hat Deine Freundin vielleicht
auch öfter Lust auf Deine Nähe. Vielleicht
ist es auch so, daß Deine Freundin mit Eurem
Sex nicht so ganz zufrieden ist, etwa weil sie dabei
selten zum Höhepunkt kommt. Versuche, ihre Wünsche
herauszufinden und die Qualität Eures Sex' zu
verbessern - das kann sich auch auf die Quantität
positiv auswirken. Solltet Ihr jedoch trotz guten Willens
keinen gemeinsamen Nenner finden, ist in Sachen Beziehung
ein Ende mit Schrecken vielleicht doch besser als ein
Schrecken ohne Ende. |
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Frage: Ich bin in einer verflixten
Lage. Außer allgemeinen Zwistigkeiten in unserer
40jährigen Ehe, gab es auch in unserem Sexualleben
von Anfang an eine relative Eintönigkeit. Ich
bemerke, daß außereheliche Beziehungen
nicht vorhanden sind und waren. Aus diesem Grund möchte
ich mich in dieser Richtung an Sie wenden, um wenigsten
zu wissen was ich versäumt habe. Ich kenne aus
der ehelichen Praxis nur die "Maulwurfstellung",
d.h. abends, Licht aus, Rolladen runter, Decke drüber,
Missionarstellung, Nachthemd der Frau an, Frau inaktiv
(einige Male dabei ein Buch gelesen). Jede andere Stellung,
Licht an, eventuelles Tragen von Reizwäsche, nackt
Sex zu praktizieren oder über Sex und Sexualität
sprechen sei pervers oder nuttenhaft. Ich stelle mir
vor, daß das Sexualleben schön sein kann
und die allgemeine gute eheliche Beziehung aufrecht
erhalten und fördern kann.
Der Stand der Dinge bei uns: Migräne, Müdigkeit,
keine Lust, es ist zu spät - das sind die Ausreden.
Ich weiß Nie, darf ich jetzt dran oder nicht.
Wenn es zu Zärtlichkeiten vor dem Schlafengehen
kommt und wir gereizt in Richtung Bad/Schlafzimmer
gehen, muß noch die Küche aufgeräumt
oder sonst was erledigt werden. Die Reizung ist im
Eimer und die Initiative ist noch nie von der Frau
ausgegangen.
Die Fragen: Darf eine Frau die Initiative ergreifen,
Reizwäsche tragen, andere Stellungen oder Praktiken
benutzen, Sex bei Tag und außerhalb des Schlafzimmers
betreiben ohne sich dabei nuttenhaft zu verhalten?
Welche Stellungen sind als sittlich zu betrachten?
Welche Praktiken sind sittlich?
Mit Dank im Voraus Nick
Antwort: Hallo Nick! Eine allgemeinverbindliche
Antwort dazu, wie man sich im Bett zu verhalten hat,
was dabei "sittlich" oder "unsittlich",
"normal" oder "pervers" ist, läßt
sich nicht geben. Entscheidend ist, daß alle
Beteiligten einverstanden sind und am Geschehen Freude
haben. Wenn Deine Frau also sagt, daß sie diese
oder jene Praktik "unsittlich", "pervers"
oder "nuttenhaft" findet, dann heißt
das vor allem, das sie darauf keine Lust hat. Da hilft
kein Argumentieren mit "Definitionen", sondern
da geht es darum, auf die Gefühle einzugehen.
Auch Migräne oder Putzen sind weniger "Ausreden"
als vielmehr ein Zeichen dafür, daß Deine
Frau an Eurem Sexleben nicht viel Spaß hat. Sie
macht wohl nur mit, weil Du es willst. Offensichtlich
habt Ihr Euch in 40 Jahren Ehe sexuell in eine Sackgasse
manövriert, das ist natürlich für Euch
beide schade. Deine Frau hat wohl nie die Chance gehabt,
lustvollen Sex kennenzulernen und ist vielmehr damit
beschäftigt, Dich auf Distanz zu halten, weil
Euer Sex für sie kein Vergnügen, sondern
nur Pflichtprogramm ist.
Du sprichst davon, daß Eure eheliche Beziehung
insgesamt gut ist. Sicherlich habt Ihr Euch im Alltag
gut arrangiert, sonst wärt Ihr nicht so lange
zusammen. Andererseits zeigt die Sache mit dem sexuellen
Pflichtprogramm aber auch, daß Ihr Euch gefühlsmäßig
doch sehr voneinander entfernt habt oder eine bestimmte
Form von Nähe vielleicht nie entstanden ist. Es
gibt verschiedene Ansatzpunkte, wie man vorgehen könnte.
Ein Überlegung wäre tatsächlich, das
eheliche Arrangement, wie es seit 40 Jahren funktioniert,
bestehen zu lassen. Vielleicht solltest Du einfach
mal ein sexuelles Abenteuer außerhalb der Ehe
probieren oder eine Affäre eingehen. Deiner Frau
wäre das vielleicht sogar lieb und recht, dann
hätte sie ihre Ruhe. Natürlich ist das keine
Ideallösung und wir alle wünschen uns tollen
Sex mit unseren Lebens- und Ehepartnern, aber das ist
in der Realität halt oft nicht zu haben. Ein anderer
Weg wäre der Versuch, tatsächlich Eure Ehe
zu verändern, vom Pflichtprogramm wegzukommen
und dafür Gelegenheit zu schaffen für unbeschwerte
Zärtlichkeit und ein lustvolles Liebesspiel. Der
Weg dorthin führt aber nicht über weitere
sexuelle Forderungen Deinerseits, sondern zunächst
über eine behutsame gefühlsmäßige
Annäherung. Da geht es auch nicht strategisch
darum, Deine Frau zu irgendwelchen Praktiken zu überreden,
sondern ihr erstmal körperlich in einer Weise
nahe zu sein, die sie selbst genießt und will,
ohne daß es auf Geschlechtsverkehr hinausläuft.
Ich glaube, das ist nur mit echter Liebe, viel Geduld
und dem ernsthaften Bestreben Deinerseits zu schaffen,
Deine Frau glücklich zu sehen. Ideal wäre
es, dazu eine Eheberatung in Anspruch zu nehmen, die
Euch neue Ideen vermittelt und die Wiederholung festgefahrener
Muster und Schuldzuweisungen verhindert. Viel Glück! |
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Frage: Wir sind seit 19 Jahren
verheiratet. Meine Frau (38 Jahre) hat nun keine Lust
mehr, mit mir zu schlafen. Ich könnte jeden Tag.
Wie kann ich ihr helfen, wieder Lust zu verspüren,
mit mir Sex zu haben?
Gruß, Willy (40 Jahre)
Antwort: Hallo Willy! Sexuell bist Du in Deiner
Ehe nicht mehr glücklich, und ich finde es gut,
daß Du nach Lösungen suchst und nicht einfach
resignierst. Um eine Veränderung zu erreichen,
mußt Du jedoch zuerst herausfinden, wo genau
eigentlich das Problem liegt. Falls Deine Frau ganz
plötzlich keine Lust mehr auf Sex mit Dir hat
und vorher eigentlich alles gut lief, liegt der Verdacht
nahe, daß äußere Faktoren eine große
Rolle spielen: hat Deine Frau momentan belastende Konflikte
in der Verwandtschaft, Stress im Job oder akute gesundheitliche
Probleme? Es gibt Lebensphasen, in denen anderes vordringlicher
ist als das eheliche Liebesleben. Falls Deine Frau
momentan aufgrund der äußeren Umstände
schlicht keinen Nerv für Sex hat und Du an einer
guten Ehe interessiert bist, solltest Du Dich vorerst
darauf konzentrieren, Deine Frau bei ihren Sorgen zu
unterstützen. Frage sie, wo der Schuh drückt,
und biete Hilfe und Verständnis an, anstatt mangelnden
Sex zu beklagen. Wenn sie merkt, daß Du auf ihrer
Seite bist und ihr hilfst, eine Durststrecke zu überstehen,
obwohl Du dabei mal zurückstecken mußt,
werdet ihr Euch hinterher wieder näherkommen können.
Falls sie gerade anderweitig verliebt ist, kommst Du
mit Geduld vermutlich auch weiter als mit Vorwürfen
und Forderungen. Denn wenn Eure Ehe eine gute Basis
hat, dann ist eine Affäre keine wirkliche Bedrohung.
Es könnte natürlich auch sein, daß
die Ursachen für den Rückzug Deiner Frau
in Eurer Beziehung begründet sind. Nicht nur läßt
die sexuelle Leidenschaft mit den Jahren einfach nach,
auch die Liebesgefühle treten zurück, vielleicht
entwickelt man sich auch auseinander. Falls Du also
den Eindruck hast, daß Eure Ehe in sexueller
und/oder anderer Hinsicht schon länger nicht so
ganz in Ordnung ist, seid Ihr nun gefordert, an Eurer
Beziehung zu arbeiten. Nehmt Euch die Zeit, Euch in
möglichst guter Stimmung mal zusammenzusetzen
und Bilanz zu ziehen: wie stellt Deine Frau sich Eure
Ehe idealerweise vor? Welche Vorstellungen hast Du?
Seid ehrlich zueinander und sagt Euch, was stört
und fehlt, aber auch, was gut und ausbaufähig
ist. Laßt das Gespräch nicht in Vorwürfe
abgleiten und konzentriert Euch auch nicht nur auf
das Sexuelle. Wenn klar ist, daß Ihr beide noch
gemeinsame Träume habt, dann macht Euch daran,
diese umzusetzen und gemeinsam Kompromisse zu finden.
Was Sex betrifft, sollte Deine Frau nicht den Eindruck
haben, daß Du Pflichterfüllung forderst,
sondern daß es Dir eben auch darum geht, sie
glücklich zu machen. Frage sie nach ihren Wünschen,
schafft bewußt romantische Situationen außerhalb
des Alltags, kommt Euch körperlich mit Zärtlichkeiten
wieder näher, ohne daß es immer auf Geschlechtsverkehr
hinauslaufen muß. |
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Frage: Ich bin schon 22, aber
immer noch Jungfrau bzw. -mann. Wie verhält man
sich am besten, wenn man in dem Alter noch keine Erfahrung
hat. Ich weiß nicht, wenn ich mit einer Frau
schlafe, soll ich es ihr dann sagen oder nicht? Und
wenn nicht, wird sie es dann nicht eh merken?
T.L.
Antwort: Ich empfehle Dir, mit offenen Karten
zu spielen. Es spricht ja nicht gegen Dich, daß
Du mit 22 noch keinen Geschlechtsverkehr hattest. Das
geht auch anderen jungen Männer so, obwohl es
natürlich nicht an die große Glocke gehängt
wird. Mangels körperlicher Anzeichen kann eine
Frau nicht merken, ob Du "Jungmann" bist
oder nicht. Aber der Versuch, den sexuell Erfahrenen
zu spielen, wird weder Dir noch Deiner Partnerin etwas
bringen. Im Gegenteil, Du selbst setzt Dich unnötig
unter Erfolgsdruck. Und Du verbaust Deiner Partnerin
die Chance, Dich zu verstehen und entsprechend auf
Dich einzugehen. Frust und Mißverständnisse
sind da vorprogrammiert. Wenn Du einer Frau näherkommst
und sich abzeichnet, daß Ihr intim werdet, solltest
Du ihr einfach sagen, daß Du noch nie mit einer
Frau geschlafen hast. Sage ihr, daß Du zwar etwas
nervös bist, aber gerne viel dazulernen willst.
Eine Frau, die Dich mag, wird Deine Ehrlichkeit zu
schätzen wissen und sich bestimmt nicht über
Dich lustig machen. Dein "Geständnis"
könnt Ihr nutzen, um gleich im Vorfeld offen über
Eure sexuellen Vorstellungen zu sprechen. Guter Sex
kommt ja nicht dadurch zustande, daß Du aus dem
Stand die tolle Nummer hinlegst, sondern dadurch, daß
Du die Vorlieben Deiner Partnerin kennenlernst. Wer
nicht fragt bleibt dumm - das gilt gerade in sexueller
Hinsicht. Mach' Dir Deine Unerfahrenheit also zunutze,
indem Du Dich besonders neugierig und lernbegierig
zeigst - damit kannst Du im Zweifelsfall besser landen
als jemand, der sich durch seine Vorerfahrungen schon
auf ein bestimmtes Schema festgelegt hat und weniger
auf die jeweilige Partnerin eingeht. Viel Spaß! |
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Frage: Ich habe seit vier Jahren
keine feste Freundin mehr gehabt. Sex habe ich genug,
aber da mich inzwischen jede für so eine Art Cowboy
hält, will keine mehr mit mir zu tun haben. Wie
werde ich das Image wieder los? Haben Sie irgendeine
Idee?
Lonesome Cowboy
Antwort: Also Dein Cowboy- oder Casanova-Image
kommt ja vermutlich aus zwei Gründen zustande:
Zum einen hat sich in Deinem Umfeld und in Deinem Bekanntenkreis
herumgesprochen, wie Du Dich in der Vergangenheit verhalten
hast. Zum anderen hast Du Dir wohl auch eine Art Draufgänger-Verhalten
angeeignet, so daß man Dir einfach an der Nasenspitze
ansieht, daß Du eher auf die schnelle Nummer
als auf eine Liebesbeziehung aus bist. Wenn es Dir
ernst ist mit einer festen Freundin, kannst Du an beiden
Punkten etwas verändern. So könntest Du mal
probieren, Deine Freizeit mit anderen Leuten und an
anderen Orten zu verbringen, wo Du eben noch nicht
so einen schlechten Ruf hast. Auch Partnersuche per
Kontaktanzeige wäre vielleicht ein Weg für
Dich. Zudem solltest Du daran arbeiten, daß sich
Deine veränderte Einstellung Frauen gegenüber
auch im Verhalten niederschlägt. Gespräche
jenseits von Small Talk, gemeinsame Unternehmungen
außerhalb des Bettes, romantische Gesten anstelle
von Anmache - so oder ähnlich sollte bemerkbar
sein, daß Du eben an einer ernsthaften Beziehung
zu einer Frau interessiert bist. Auf Dauer kannst Du
durch verändertes Verhalten wohl Dein Image in
Deinem Umfeld verbessern. Laß Deine Kumpels ruhig
wissen, daß Du Deinen Lebensstil umgestellt hast.
Vielleicht gibt es ja auch noch die eine oder andere
in Deinem Bekanntenkreis, die sich durch Dein früheres
Verhalten etwas "verarscht" fühlte oder
der Du das Herz gebrochen hast, weil Du falsche Hoffnungen
geweckt hast. Hier könntest Du versuchen, im Nachhinein
durch ein offenes Gespräch, den Schaden zumindest
zu begrenzen und zu beweisen, daß Du neben Sex
auch Gefühle ernstnimmst. |
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Frage: Wir sind jetzt ca. 19 Jahre
verheiratet. Meine Frage ist nun, wie unser Intimleben
etwas aufgefrischt werden kann. Meine Frau ist etwas
schüchtern und traut sich nicht so schnell an
etwas neues ran. Wie kann ich sie am besten überzeugen.
Gruß Willy
Antwort: Hallo Willy! Herzlichen Glückwunsch.
Nicht viele haben heute so beständige Beziehungen.
Ich finde es auch schön, daß Du Dir Gedanken
machst, wie neben Eurer Vertrautheit und Verbundenheit
eben auch Lust und Leidenschaft gefördert werden
können. Viele langjährige Paare verfallen
irgendwann in eine langweilige Routine und lassen das
Intimleben dann auch ganz einschlafen. Dabei gibt es
wirklich viele Möglichkeiten, das Liebesleben
abwechslungsreich zu gestalten. Versuche doch zunächst,
etwas mehr Romantik in Eurer Ehe aufkommen zu lassen.
Etwa indem Du Deiner Frau Komplimente machst, Dir überlegst,
womit Du sie überraschen oder aufmuntern könntest,
für gute Stimmung sorgst. Initiiere doch auch
ein paar Aktivitäten außer der Reihe, etwa
schick Essengehen oder eine Wochenendreise. Versuche
dabei, die Vorstellungen und Wünsche Deiner Frau
zu berücksichtigen. Wenn Ihr einander mehr Aufmerksamkeit
schenkt und gemeinsam schöne Momente erlebt ist
die Gelegenheit günstig, auch sexuell wieder mehr
aufeinander zuzugehen. Da Du Deine Frau als zurückhaltend
beschreibst, ist es wohl günstig, behutsam vorzugehen
und sie nicht mit 1000 Vorschlägen deinerseits
zu überrumpeln. Setze auch hier möglichst
an den Punkten an, bei denen Du am ehesten gemeinsame
Interessen vermuten kannst. Vielleicht kannst Du Deiner
Frau mal eine Rücken- oder Fußmassage anbieten,
oder Ihr schaut Euch gemeinsam einen Erotik-Film oder
einen Wäschekatalog an oder lest gemeinsam einen
Sex-Ratgeber. (Bei adultshop.de sind zu diesem Thema
übrigens auch verschiedene Ratgeber als Buch,
Video, DVD oder CD-Rom erhältlich). Niemand kann
sexuell zu etwas "überzeugt" werden,
woran er oder sie nicht von vornherein ein gewisses
Interesse hat. Sei also ein schlauer Detektiv und finde
heraus, in welcher Richtung die Vorlieben Deiner Frau
gelagert sind. |
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Frage: Meine neue Freundin ist prüde.
Ich bin normal veranlagt, liebe jedoch an Frauen hübsche
Dessous. Strapse und Strümpfe mag ich besonders
gern. Meine Freundin meint, ich wäre pervers.
Wie kann ich sie überzeugen?
Ratlos
Antwort: Wenn Du Deine Freundin als "prüde"
bezeichnest, und sie Dich als "pervers" tituliert,
dann seid Ihr zwar im verbalen Schlagabtausch erstmal
quitt, aber nicht unbedingt auf bestem Wege, Euer gemeinsames
Sexleben zu verbessern. Wir alle kämpfen mit der
traurigen Realität, daß andere Menschen
unsere eigenen sexuellen Vorlieben leider nicht uneingeschränkt
teilen. Wenn man einen neuen Partner kennenlernt, muß
man erst einmal herausfinden, ob man sexuell genügend
Gemeinsamkeiten findet, damit beide zufrieden sind.
Ob das bei Euch der Fall ist oder nicht, wird sich
zeigen. Mit Vorwürfen und Forderungen kommst Du
sicher nicht weiter, sondern erzeugst nur Frust und
Streit.
Erfolgversprechender ist es, wenn Ihr Euch erst einmal
auf Eure bereits vorhandenen Gemeinsamkeiten besinnt.
Führe Dir vor Augen, was am Sex mit Deiner Freundin
Dir Spaß macht und lobe die positiven Aspekte.
Finde umgekehrt heraus, welche Aspekte Eures Liebeslebens
Deiner Freundin besonders viel Vergnügen bereiten.
Genießt zunächst das, was Ihr schon habt,
und kommt von der Frust- und Vorwurfs-Schiene wieder
herunter. Wenn es Euch gelungen ist, mal ein paar schöne
Nächte miteinander zu verbringen und gute Stimmung
herrscht, ist der ideale Moment gekommen, um auf dieser
Basis über neue erotische Spielarten zu sprechen.
Frage Deine Freundin doch einmal nach ihren besonderen
Wünschen und gehe so gut wie möglich auf
sie ein. Stelle Deine Vorliebe für Dessous nicht
als Bedingung dar, sondern biete Deiner Freundin z.B.
unverbindlich an, gemeinsam einen Wäschekatalog
anzuschauen und etwas auszusuchen, das ihr gefällt.
Wer weiß, vielleicht ist eine schrittweise Annäherung
Eurer Vorlieben möglich. Vielleicht müßt
Ihr aber auch einsehen, daß Ihr sexuell halt
doch nicht gut genug übereinstimmt, um ein Liebespaar
zu sein. |
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